Sonntag, 13. September 2026

Glaube versetzt Berge

 

 Bild: Microsoft Copilot

Wieder mal ein Film, der eigentlich zu einer Serie gehört, um der es nicht um das Christentum geht. Es ist aus der Reihe: In aller Freundschaft- die jungen Ärzte.
Der Blogtitel ist auch der Titel der Sendung

Mit Aberglauben fängt es an. Es werden abergläubische Sprüche losgelassen. Dann kommt. Vivienne „Vivi“ Kling mit der Botschaft, sie heute ihren Glückstag hat und das einem Glücksbringer (ein Holzhase an einer Kette) zu verdanken hat, nach dem sie sich gebückt hat.   Dieser spielt in der Sendung immer wieder eine Rolle. Ob er Glück bringt? Oder helfen andere nach?

Zu Beginn werden zwei Patienten ins Krankenhaus geliefert: Eine junge Patientin namens Sonja Bäumer mit Bauchschmerzen und ein Priester namens Christopher Sturm, der mit dem Taxi kommt. Dr. Theresa Koshka sieht dies zufällig und kommentiert es mit den Worten: „Besuch von oben“ In dem was ich hier schreibe, geht es vor allem darum, wie die anderen den Priester behandeln, über ihn denken….

Dr. Matteo Moreau sieht den Priester auch schnell, ebenso, dass er gelb um die Nase ist. Sein Kommentar dazu: „Sie sind ein bisschen gelb um die Nase. Zuviel vom Messwein genascht?“ Es entwickelt sich ein kurzer Dialog mit Sticheleien, bei dem zu merken ist, was Dr. Moreau von Glauben und Kirche hält. Dann stellt sich noch heraus, dass beim Pfarrer die Leber zu groß ist. Er verweist aber drauf, dass er keinen Alkohol trinkt. Für Dr. Moreau ist aber klar: „Sie wären nicht der ersten Pfarrer, der seine Lebenszirrhose einen Glaubenskrise zu verdanken hat.“  Sowohl Dr. Moreau als auch Pfarrer Sturm bleiben bei ihrer Aussage. Daher kommt es zu einer Wette: „Wenn Sie verlieren, kommen Sie einen Monat lang jeden Sonntag in meine Kirche.“, so der Pfarrer. Doktor Moreau nimmt an, aber möchte im Gegensatz den gesamten Weinvorrat, wenn er Recht hat. Wer von beiden wohl die Wette gewinnt? Das kann man schon nach ein paar Minuten erfahren.

Da Pfarrer Sturm tatsächlich eine Glaubenskrise hat, kommt die nächste Frage von Dr. Moreau: „Ist das nicht Betrug an Ihren Schäfchen, wenn Sie als Pfarrer nicht mehr an Gott glauben?“ Es kommt eine mehr oder wenige plausible Antwort.
Etwas später gibt es einen interessanten Dialog zwischen Dr. Koshka und Dr. Moreau zum Thema Glauben. Koshka ist gläubige Christin. Sie schließt dieses Gespräch mit den Worten: „Glaube ist die Demut vor Dingen, die größer sind als wir.“ Doch es gibt da auch einen kleinen Widerspruch. Dr. Bär spricht Dr. Koshka darauf an. Und ihre Antwort ist auch für Christen typisch, die sich zwar Christen nennen, aber gleichzeitig alles andere ausprobieren…

Im Laufe der Sendung wird klar, dass Sonja Bäumer den Lebenswillen verloren hat. Koshka kommt daher auf die Idee, Pfarrer Christopher Sturm als Sozialarbeiter bei ihr einzusetzen. Doch er lehnt ab, meint, dass er nicht der Richtige sei.  Hier erzählt er dann, warum er in eine Glaubenskrise steckt. Einige Zeit später setzt sich Theresa Koshka zum Pfarrer und stellt eine ganz direkte Frage: „Ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie eine Beziehungskrise haben? Mit Gott!“ Und sie vergleicht es Sturm gegenüber mit einer Ehekrise. Auch hier entsteht ein kleiner Wortwechsel, den es sich lohnt, anzuhören. Dies bringt den Theologen zum Nachdenken. Er versucht in die Kapelle zu gehen. Das klappt beim zweiten Anlauf. Ob er beten kann?

 


Es lohnt sich diese Sendung anzuschauen, die christlichen Dialoge einfach mal auf sich selbst wirken zu lassen. Es kann zum Nachdenken anregen, man kann sich selbst fragen, wie es bei einem selbst aussieht.

 Es geht insgesamt um dreierlei Glaube: Aberglaube, Glaube an die Medizin und der Glaube an Gott.

Die Folge kann hier angesehen werden.







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