Sonntag, 7. Oktober 2018

Maria Magdalena


Maria Magdalena – wer den Namen hört und die Bibel kennt, hat eine konkrete Person vor sich, eine Sünderin, eine Prostituierte, eine Besessene…
Ganz anderes nun in dem Film über Maria Magdalena, den es sich wirklich lohnt anzusehen. Und zwar nicht nur einmal, sonders öfters. Das erste Mal, um in das Geschehen hineinzukommen, dann  nochmals, um die Aussagen mitzubekommen

Es beginnt mit einer Frau, die (im Weltall) schwebt und so endet der Film auch. Zu Beginn fragt sie, wie das Himmelreich sein wird, bekommt auch eine Antwort. Während des Filmes gibt es  die Erklärung für diese Szene.

Dann der Inhalt der Geschichte, Maria, die in ihrer eigenen Familie hilft, einer Fischerfamilie.  Und sie ist Hebamme, hilft den Menschen. Maria geht mit ihrer Familie in den Gottesdienst (in die Synagoge) und sie soll verheiratet werden. Ihr auserwählter Mann Ephraim ist eingeladen und in seiner Gegenwart wird über einen Heiler gesprochen. So hört Maria das erste Mal von Jesus. Und es weckt ihr Interesse. Gleichzeitig will sie selbst entscheiden, wo ihr Weg lang geht. – Für eine Frau damals unerhört und unmöglich. Und sie geht in die Synagoge, obwohl kein Gottesdienst ist. Dazu muss man wissen, dass Juden nur zu gemeinsamen Gottesdiensten hier zusammenkommen, aber garantiert nicht außerhalb der Zeit - und erst recht nicht alleine als Frau. Kein Wunder dass die Männer der Familie sagen: „Etwas Unnatürliches ist in dir“ und versuchen, es auszutreiben. Sie tauchen Maria immer wieder ins Wasser unter, bis ihr Vater eingreift, der merkt, dass Maria fast stirbt.
Da die Familie nicht helfen kann, wird der Heiler, also Jesus geholt. Er unterhält sich mit Maria, merkt, dass sie Sehnsucht nach Gott hat. „Vertraue auf deinen Glauben“, empfiehlt er ihr. – Diese Begegnung ist der Ausschlag, dass Maria Jesus folgt. Doch erst bekommt sie noch eine Predigt von Jesus mit, sieht Krankenheilungen. Hier ist Maria sensibel genug um zu erkennen, wann Jesus erschöpft ist, weil zu viele kommen. Der ältere Bruder von Maria Magdalena fragt will sie zurückholen, fragt sich immer wieder: „Wie kann das Gottes Wille sein?“
Sie wird von Jesus getauft und tauft später selbst
Maria bekommt mit, dass die Apostel vom Königreich sprechen, welches sie errichten möchten. Für Maria kommt es an, als ob diese Soldaten sein wollen. „Der Prophet sprach von Frieden“, so Maria.
Gezeigt wird die Auferweckung des Jünglings von Nain.
Dann werden auch die Apostel zu zweit ausgesendet. – Petrus zusammen mit Maria.
Bei der Szene, die dann zu sehen ist, ist mir Mutter Teresa eingefallen. Petrus sagt später zu Maria: „Aber was du im Dorf gemacht hast – Gnade. Das war Gnade.“

Ein gutes Gespräch haben etwas später Maria, die Mutter Jesu und Maria Magdalena.  Gerade die Mutter Jesu weiß, dass von beiden Frauen viel verlangt wird/verlangt worden ist.

Dann ist die Tempelaustreibung zu sehen. – Zum Teil etwas anderes dargestellt, als wie in der Bibel beschrieben. – Und zwischendurch hat Jesus die Vision von seinem Tode. – Da merkt Judas, dass es vielleicht doch anders sein wird, als er erhofft hat. Er versucht noch mit Jesus zu reden, hofft immer noch.
Beim letzten Abendmahl ist Maria Magdalena dabei. Die Passionsgeschichte hat damit begonnen. Beim weiteren Verlauf sind sich die Apostel zunächst uneins, wissen nicht, was Jesus ihnen sagen will. Der Judaskuss, die Auslieferung Jesu. Judas hofft immer noch, dass Jesus endlich handelt.
 Es ist zu sehen, wie Jesus das Kreuz trägt – und wie es Maria Magdalena damit geht. Doch sie schafft es noch, den Weg zum Kreuz zu nehmen.
 Die Grablegung, Jesus im Grab. – Die kleinen Steine geben ist etwas typisch jüdisches: Wie Christen Blumen zum Grab bringen, bringen Juden Steine als Andenken.
Dann der Ostersonntag: Jesus spricht Maria an. Sie bringt die Botschaft den Aposteln, versucht auch nochmals die Botschaft Jesu zu ihnen zu bringen. Doch sie glauben nicht. Vor allem Petrus hat Einwände, da er sieht, wie es in der Welt zugeht. Schließlich meint er noch ihr zu glauben, doch fügt er zu: „ Du hast uns geschwächt, Maria, du hast IHN geschwächt“. – Trotzdem: Eine sehr wichtige Stelle im Film, bei der man gut zuhören sollte. Und es zeigt eines: Warum in der katholischen Kirche Maria Magdalena inzwischen den Titel „Apostelin der Apostel“ trägt.

Die Worte, die Jesus in diesem Film spricht, lohnt es sich gut anzuhören und zu bedenken. Sie sind für jeden einzelnen aktuell. So heißt unter anderem ein Satz: „Seid ihr bereit und führt ein Leben nach dem Willen Gottes?“  Und Jesus sagt, was alles dazu gehört, um zu glauben.
Joaquin Phoenix ist in der Rolle als Jesus absolut glaubwürdig.

Maria Magdalena wird dargestellt als eine Frau, die ganz in der Nähe von Jesus ist, alles von ihm mitbekommen möchte, immer an seiner Seite und auch einmal versucht, ihn zu trösten. Sie ist jemand mit einem unerschütterlichen Glauben, auch nach der Auferstehung.

Judas wird als begeisterter Apostel gezeigt, der sich auf das kommende Königreich freut. „Es wurde uns versprochen, Maria, im Königreich werde ich meine Familie wiedersehen.“ Darauf freut er sich, denkt aber, es ist ein irdisches Reich.

Mehr über Maria Magdalena ist hier zu erfahren.

Ein sehenswerter Film, den man nicht verpassen sollte und er immer wieder gesehen werden kann. Freigegeben ist dieser ab 12 Jahren.

Für 15,--€ kann man die DVD hier bekommen und Blu-ray hier.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mitGerth Medien

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