Posts mit dem Label Frauen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frauen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 2. April 2023

Chiara Lubich - Die Liebe besiegt alles


Rom im Jahre 1950: Chiara Lubich muss sich im Vatikan zu ihrer Gemeinschaft verantworten, soll Fragen beantworten. (Mussten vor ihr schon viele andere Gründer von Gemeinschaften, die dem Vatikan nicht ganz geheuer waren)

Als gehorsame Tochter der römisch-katholischen Kirche geht sie auf alle Forderungen ein und steht Rede und Antwort

 

Dann der Rückblick mit dem Hauptfilm.

Chiara ist während des Krieges in Trient während der Semesterferien Lehrerin. Dabei kümmert sie sich nicht nur um den Unterricht, sondern sorgt dafür, dass die Kinder während des Krieges in Sicherheit kommen. Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges werden gut gezeigt.

Familienmitglieder und Freunde von Chiara werden auch vorgestellt.

Die Familie ist auf die Einnahmen von Chiara angewiesen, der Bruder Gino ist Arzt – und politisch aktiv, wie später zu sehen ist.

Hier werden Fragen gestellt, die bis heute wahrscheinlich jeder Mensch nicht so richtig beantworten könnte. So verliert ein Camillo im Krieg seine Eltern durch einen Bombenanschlag. Er hat für seine Eltern und für sich gebetet und fragt: „Weshalb hat Gott mich nicht gehört?“

Trotz des Leids, welches Chiara sieht, verliert sie ihren Glauben nicht. Vor einer Marienstatue hat sie den Eindruck die Stimme zu hören „Gib dich mir hin“. Diese Stimme kommt für sie von Gott. Chiara spricht mit einem Franziskaner darüber.  Ordensfrau möchte sie aber nicht werden. Der Pater hält Chiara für verwirrt. Er lässt sie aber ein Evangelium mitnehmen, was ungewöhnlich ist. (Dazu muss man wissen, dass in der damaligen Zeit, Katholiken die Bibel nur in der Kirche hörten, aber nicht selbst lasen. – Wer das machte, galt nicht als katholisch und machte sich verdächtig. Von meiner Mutter erfuhr ich das mal)

 Einer der Sätze, die Chiara im Evangelium liest lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Was bedeutet dies für Chiara? Wie setzt sie diesen Satz um? Es ist eindrücklich zu sehen.

Nach einer Zeit der Prüfung ist Chiara wieder bei dem Franziskaner. Sie hat einen Entschluss gefasst. „Sind Sie sicher?“, fragt der Pater. Er macht Chiara darauf aufmerksam, dass Sie alleine in der Welt sein wird, da sie keine Nonne werden möchte. Die Antwort von Chiara: „Ich bin jetzt bereit auf meine Eltern und mein Studium und meine Schüler zu verzichten. Auf alles was ich bis jetzt in meiner kleinen Welt hatte“. Sie legt in eine Messe eine Privatversprechen vor diesem Ordenspater ab, heiratet sozusagen Gott.  

 

Kleiner Exkurs: bei diesem Teil des Fimes wird nochmals die Befragung durch den Vatikan eingeblendet. Hier behaupten die Kardinäle, dass noch nie eine Frau mitten in der Welt sich Gott verschrieb und in der Welt blieb, seit es das Christentum gab. So  stimmt dies aber nicht. In den ersten Jahrhunderten gab es noch die Jungfrauenweihe. Leider nicht lange. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil gibt es diese wieder und es sind immer mehr Frauen (auch in Deutschland), die diese vor dem Bischof auf Lebenszeit ablegen.

 

Chiara trifft sich mit ihren Freundinnen, liest auch mal aus dem Evangelium vor. Dadurch bekommt sie Schwierigkeiten durch einen Diözesanpriester. „Man kann das Evangelium nicht ohne Priester lesen“, so seine Worte. Und weiter: „Kommt besser zum Katechismus“. Später geht er zum Bischof, um diese Freundinnen anzuklagen. Wie reagiert der Bischof wohl darauf?

Als Chiara mit ihren Freundinnen zusammen sieht, wie die Leute durch den Krieg unter der Not leidet, hilft sie einfach, ganz unkonventionell. Überall wo Not ist, wird geholfen. Chiara hat dabei immer das Evangelium vor Augen. Doch nicht allen Eltern der Freundinnen ist dies recht. Sie machen sowohl den Töchtern, als auch Chiara Vorwürfe.

Trotz allem bleiben die Freundinnen zusammen, kümmern sich weiterhin um diejenigen, die es nötig haben. Selbst dann, wenn sie nichts haben. Sie ziehen zusammen. Und weil so viel Freude in diesem Hause ist, wird  bald gedacht, dass es sich hier um ein Freudenhaus handelt.

Chiara schafft es, dass die Menschen in Trient trotz des Krieges sich untereinander vertrauen. Obwohl man nie wissen kann, auf welcher politischen Seite einer steht.

 Schon bald wollen auch andere Frauen ein Gelübde ablegen, wie es Chiara hat, sich also ganz und gar an Gott binden. Doch es gibt auch Personen, die Chiara ablehnt.

         Und dann ist der Krieg vorbei. Chiara bringt zwei Männer, die sich politisch hassen (einer hat zu Hitler gehalten, der andere unter ihm gefoltert), dazu miteinander zu sprechen. Wie geht das wohl aus?

 

Zwischendurch wird auch ein Teil von Ines, einer Freundin von Chiara erzählt. Sie ist in einer reichen Familie aufgewachsen und verlobt. Wie ergeht es ihr mit der Gruppe?

 

 Am Schluss wird das Ergebnis der Anhörung gehört, die über zwei Jahre ging. Hat Chiara Grund zur Freude? Nur so viel sei verraten. Wieder gehorcht sie der katholischen Kirche.

 

 Als Ausklang werden noch Bilder aus dem Leben von Chiara Lubich gezeigt, um Einblick in ihr Leben zu geben.

 

Ein toller Film für alle, die mehr über Chiara Lubich erfahren möchten. Vor allem auch für jene, die sie nicht nur vom Hörsagen kennen, sondern mitbekommen haben, zum Teil selbst gesehen haben. Schließlich lebte sie bis 2008. (Daher konnte ich sie bei einer Veranstaltung auch einmal erleben)

 

Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.

 

Für 15, --€ ist die DVD hier zu erhalten. Und es lohnt sich immer, das Original zu kaufen. Hier kann man diesen dann auch noch in der Originalsprache ansehen.

 

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien entstanden

 

 

Sonntag, 23. August 2020

Little Women


Emma Watson, Meryl Streep, Saoirse Ronan, Laura Dern – nur ein Teil der Namen, die in Little Women zu sehen sind. Schon alleine dies spricht für Qualität. Es handelt sich ja auch um einen weltbekannten Roman, der hier verfilmt wurde. – Und zwar so originalgetreu wie möglich

 

 Alle Schwestern werden nacheinander eingeführt und ihre Geschichte wird weiter in der Gegenwart  weitererzählt:

 

Zu Beginn ist eine Szene zu sehen, in der Jo versucht eine Geschichte zu verkaufen. Es gelingt ihr. Sie ist sehr erfreut darüber.  Anschließend hat sie zwei Schülerinnen. Jo möchte für die Familie Geld verdienen. Ein junger Mann, Friedrich, interessiert sich für sie Bei einer Theateraufführung ist dies besonders gut zu sehen..  Zu sehen auch, wie selbstständig sie als Frau ist, denn sie geht in ein Lokal und tanzt dort. In ihrer Dachwohnung angekommen, begibt sie sich an das Schreiben. Vor ihrer Türe hat Friedrich, der Professor die Werke von Shakespeare hingelegt. Er  bietet an, die Werke von Jo durchzulesen und ehrlich zu beurteilen. Jo nimmt an, doch Friedrich ist ihr zu ehrlich.

Jo bekommt dann die Nachricht, dass es Beth schlecht geht. Sie macht sich auf den Weg zum Elternhaus. Hier trifft sie auf ihre verheirate Schwester Meg und auf die Mutter.  Amy ist nicht da, weil sie ja in Europa auf einer Reise ist und nichts von der schweren Krankheit von Beth weiß.

 

 Amy ist die nächste der Geschwister, die vorgestellt wird. Sie ist sie mit ihrer Tante unterwegs in Europa unterwegs und malt. Schon hier ist zu erkennen, welchen wichtigen Wert Beth, die kranke Schwester hat.  Amy trifft auf Laurie, den Nachbarn.  Sie lädt ihm zum Ball am Abend an, doch Laurie versetzt sie. Er liebt Jo.  Später taucht Laurie bei ihr im Atelier auf, um sich zu entschuldigen. Da sie sich nicht für talentiert hält, bringt er Amy auf andere Gedanken. Sie sprechen über das Thema Ehe, vor allem Amy hält da einen Vortrag, der zeigt, wie die Familie damals aussah. In der nächsten Zeit lässt sich Laurie von Amy porträtieren.

 

Dann wird Meg vorgestellt. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Immer wieder muss sie darauf achten, dass das Geld reicht. Trotzdem kauft sie viele Meter Stoff für ein Kleid. „ Ich bin‘s leid, arm zu sein“, sagt sie später zu ihrem Mann John. Doch es ist auch zu sehen, dass einer für den anderen da ist, für den anderen alles tut.

 

Die dritte Schwester, die vorgestellt wird ist Beth. Sie sitzt am Klavier, hier spielt sie gerne. Doch dann wird sie krank, ist ans Bett gefesselt. Sie hat immer wieder Scharlch und zwar die aggressive Form, die auch heute noch tödlich sein kann.

 

 

Immer wieder kommen Rückblicke auf Jugend und Kindheit der Schwestern:

Meg und Jo gehen auf einen Ball. Meg wird gleich bewundert, Jo dagegen bleibt am Rande stehen. In einem Nebenraum trifft sie auf Laurie, der sich genauso unwohl fühlt, wie sie selbst. Die beiden verbringen den Tanzabend zusammen auf ihre Art und Weise. Weil Meg sich den Knöchel verstaucht, bringt Laurie die beiden Schwestern nach Hause. Er bekommt gleich mit, wie es in der Familie zugeht.

Im nächsten Rückblick wird die Weihnachtszeit gezeigt. Die Schwestern überlegen, was sie einmal werden wollen. Und sie streiten, raufen miteinander. Es geht sehr wild zu. Schon zu diesem Zeitpunkt schreibt Jo Theaterstücke, die sie mit ihren Schwestern vor Kindern aus der Nachbarschaft aufführt. Zu sehen ist auch, dass anderen Leuten, denen es schlechter geht, geholfen wird. Dafür erhalten sie auch eine Belohnung.

In dieser Zeit ist Jo als Gesellschafterin bei ihrer Tante, vor allem um ihr vorzulesen. Die unterhalten sich auch darüber, wie eine Frau zu sein hat. –Sehr interessant zu hören und für die heutige Generation wohl fremd – die Tante überlegt, nach Europa zu reisen und Jo mitzunehmen.

Außerdem sind die Schwestern zum ersten Mal im Hause ihres reichen Nachbarn Mr. Laurence, dem Großvater von Laurie

Zwischen Laurie und den Schwestern beginnt einen Freundschaft.

Ein weiterer Rückblick ist eine Theateraufführung. Jo und Meg gehen mit Laurie und dessen Lehrer John Brooke dorthin. Amy würde gerne mitgehen, doch darf nicht. Sie ist so wütend, dass sie Jo dafür mit dem betraft, was dieser wohl am meisten schadet und innerlich weh tut. Natürlich gibt es deswegen Streit. Deswegen ist der Mutter wichtig: „ Jo, lass doch den Tag in Groll ausklingen. Vergib ihr. Helft einander! Und morgen fangt ihr ganz von vorn an.“  Amy versucht alles, damit das Verhältnis der beiden Schwestern wieder gut wird. Dies hat Auswirkungen.

Die Erinnerung an Mag‘s „Debütantenball“ wird gezeigt. Hier trifft sie Laurie, der absolut ehrlich seine Meinung äußert.

Währenddessen freut sich Beth am Klavier vom Mr. Laurence spielen zu dürfen. Es ist ihre Leidenschaft.

Zu sehen sind die Geschwister auch am Strand, zusammen mit Laurie und dessen Lehrer John. Es ist ein  glücklicher Teil der Kindheit.

Die Rückschau, auf die Begebenheit, als Jo ihre Haare schneiden ließ ist auch dabei. Sie brauchte das Geld dafür. Wie es ihr damit persönlich geht, kann man sehen.

 

Mehrere Male wird Jo ziemlich enttäuscht, zum Teil ist sie es selbst Schuld

 

Eine wunderbare Geschichte, die Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, auch die Situation zeigt; zeigt, wie wichtig Ehe und Familie sind, aber auch Freiheit. Vor allem eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten ruht.

 

Und das Ende geht noch etwas weiter als der ursprüngliche Roman

 

Für diesen Film hat sich Greta Gerwings das Geburtshaus von Louisa May Alcott angesehen. Es steht noch und ist wie damals eingerichtet. Sie hat es extra für den Film so nachbaut und eingerichtet, wie das Original. –Eine der Extras, die sich lohnt zu sehen, genauso wie zum Beispiel „Eine neue Generation von Little Women“. Allein aufgrund der Extras lohnt es sich schon, sich diesen Film zuzulegen und nicht zu warten, bis der Film einmal im Fernsehen oder Internet zu sehen ist. Das kann man fast nochmals so viel Zeit verbringen, wie beim Film, der über zwei Stunden dauern.



  Freigegeben ist der Film ohne Altersbeschränkung.

Für 15,--€ ist DVD hier und die Blue-ray hier zu erhalten


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit  Gerth Medien