Sonntag, 28. Februar 2021

Der wunderbare Mr. Rogers


Der erste Eindruck: Ein Kinderfilm!

Dies ist vermutlich gewollt. Jedenfalls ist Fred Rogers, um den es geht während seiner Sendung zu sehen, besser gesagt: Zu Beginn einer TV-Folge. Im Film stellt er als erste einen Menschen vor, nämlich Lloyd Vogel. Und Rogers erklärt, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der verletzt ist, der noch vergeben muss.  Er erklärt es richtig schön kindgerecht: „Weißt du, was das bedeutet? Zu verzeihen? Es ist eine Entscheidung, die wir treffen. Wir wollen uns über jemanden, über den wir uns geärgert haben, nicht mehr ärgern.“ Er erklärt weiter. Ist auch für Kinder gut zu  verstehen.  Später erklärt Rogers gegenüber Vogel: „Wir versuchen den Kindern ein sehr positiven Weg zu zeigen, um mir ihren Gefühlen klar zu kommen.

 Dann ist Vogel in der realen Welt zu sehen:  Ein Journalist, dem es wichtig ist, mit seinen Worten die Wahrheit zu zeigen. Und gleich zu Beginn bekommt man mit, dass er verheiratet ist, ein sehr kleines Kind hat und mit seinem Vater nicht gut auskommt. Bei der Hochzeit von Lloyds Schwester kommt es zu einer ziemlicher heftigen Auseinandersetzung mit seinem Vater.

Am nächsten Tag bekommt Lloyd den Auftrag, eine Reportage über Rogers zu schreiben. Dies passt ihm  gar nicht, weil er seine Stärke in einem anderen Bereich sieht. Doch es bleibt ihm nichts anderes übrig. So treffen sich Vogel und Rogers. Vogel ist dann in diesem Film im Mittelpunkt. Es geht um seine Geschichte, vor allem um das Verhältnis zu seinem Vater.  Denn eines ist zu sehen: Der Vater von Lloyd bemüht sich, an seinen Sohn ranzukommen. Doch dieser will nichts von ihm wissen. Was ist da passiert? Im Laufe des Filmes kann man es mitbekommen. Und wie wird es mit Lloyd und seinem Vater weitergehen?

 

Vogels Interview verläuft anderes, als er sich dies vorstellt.  Es gibt ziemlich persönliche Gespräche mit Rogers; dieser erkundigt sich nach Lloyd.
Vogel kann Rogers öfters sprechen, lernt auch seine Frau kennen. Er fragt sie: „Wie ist es, mit einem Heiligen verheiratet zu sein?“ – Das hört sie gar nicht gerne, denn sie sieht ihren Mann nicht als Heiligen „Er arbeitet die ganze Zeit daran. Er übt das. Er ist nicht perfekt, bestimmt nicht. Er ist ein Hitzkopf…“  Vogel erfährt von ihr auch, dass Rogers täglich die Bibel liest und für bestimmte Menschen betet. Im Laufe des Filmes ist zu sehen, dass er auch für Lloyd und dessen Familie betet.

Für Vogel ist es schwer, einen Bericht zu schreiben, doch zum Schluss steht dieser. Ein Artikel, für den er viel Lob bekommt.

 

Dieser Film ist ein Meisterwerk. Es lohnt sich, diesen zu sehen. Zum einen bekommt man einen Einblick, wie die Kindersendungen von Fred Rogers abgelaufen sind, denn der Film beginnt genauso, wie diese Sendung.

Dann geht es um das Thema Vergebung. – Damit beginnt der Film und hört damit auch auf.

Dann geht es um den Journalisten, der in Wirklichkeit Tom Junod heißt. (Den Streit mit seinen Vater hatte er jedoch nie) Doch die Geschichte dahinter hat mit ihm zu tun.

  

Es lohnt sich den Film öfters anzusehen, um alles mitzubekommen. Den Bericht, den Junod damals geschrieben hat, kann man übrigens hier lesen. Es lohnt sich diesen Artikel vor oder nach dem Ansehen des Filmes zu lesen. Denn einiges davon wurde für den Film verarbeitet.

 

Freigegeben ist der Film ohne Altersbeschränkung. –Ich kann mir vorstellen, dass Kinder im Schulalter schon einiges mitbekommen können.

 

Für 15,--€ kann man die DVD hier   und die Blu-ray hier bestellen.


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien

 


 

Sonntag, 14. Februar 2021

Die Abenteuer des Kardinal Braun


Heinz Rühmann als Pater Braun – wer kennt die Filme nicht, in denen er ermittelt? Sie sind Kult. Als letztes in dieser Reihe erschien der Film, den ich jetzt vorstelle. Eine deutsch-italienisch-französische Produktion

 

Zu Beginn werden Gauner gezeigt, die in eine Bank einbrechen wollen. Dass sie nicht die hellsten sind ist zu merken. Sie landen in einem anderen Gebäude. Dort nutzt Napoleone die Gelegenheit, sich ihnen anzuschließen. Er sorgt auch dafür, dass alle zusammen nach Rom kommen. Gleichzeitig versucht er alleine sein Glück, will eine Frau ausnehmen.

Was Caleja, der römische Gauner so macht, ist auch zu sehen.

Die angereiste Gruppe der Gauner erfährt von Kollegen, dass auf dem Petersplatz viel Geld zu machen ist. Und da es in der Woche vor Ostern ist, lohnt es sich auch.

Als im Petersdom dann die verhüllte Pietà zu sehen ist wird die Idee geboren: Da religiöse Gegenstände gerne genommen werden, soll diese Statue geklaut werden. Da sie ja verhüllt ist, bekommt es bestimmt keiner mit. Es geht tatsächlich leichter als gedacht. Nur, diese an den Mann zu bringen erweist sich als sehr schwer.

Über diesen Raub wird Kardinal Braun unterrichtet. Es sorgt dafür, dass keine Polizei eingeschaltet wird. Als ein Priester Einspruch erheben will, meint Braun: „Pater Gregor, Sie haben keinen Glauben.“ Und zu den anderen Priestern gewandt: „In zwei Tagen wird die Pietà wieder an ihrem Platz sein, oder ich bin nicht mehr im Amt.“

Da Napoleone sein Glück alleine versucht hatte, nimmt er diese Frau auch mit. Sie sieht die Pietà. Nun kommt ihre Frömmigkeit zum Vorschein. Damit beginnt der erste Hinweis auf die verschollene Figur. Braun nimmt alles auf und sorgt für eine große Suchaktion. Napoleone macht den Vorschlag, die Mafia zur Hilfe zu bitten. Das lehnt Braun natürlich ab. Er vertraut auf Gottes Hilfe und die eigene „Organisation“. – Der Gauner bekommt irgendwann mit, dass diese anscheinend noch besser als die Mafia ist.

Wird es ihm gelingen, die Pietà vor Ostern zu finden? Kann er gegen diese Gauner ankommen?

 

Netter Film, der erst in der letzten halben Stunde sehenswert wird. Leider reicht er lange nicht an die früheren Filme der Krimifälle von Pater Braun. Die Szenen mit Heinz Rühmann sind aber toll.


Lohnenswert ist auf alle Fälle ein kleiner Ausschnitt aus einer Doku über ihn. Diese ist unter Extras  zu sehen.

 

Freigegeben ist die DVD ab 12 Jahren.

 




 

Sonntag, 31. Januar 2021

Unplanned - Was sie sah änderte ihr Leben


„Ich möchte Sie warnen. Es ist nicht einfach, sich meine Geschichte anzuhören.“

Mit diesen Worten beginnt der Film, der auf eine wahre Begebenheit beruht.

 In der ersten Einstellung wird eine Familie gezeigt: Vater, Mutter und ein Kind. Es erweckt den Eindruck eines glücklichen Familienlebens. Die Mutter, Abby Johnson ist auf den Weg zur Arbeit – in eine Abtreibungsklinik. Sie ist die Klinikleiterin. Hier soll sie im OP-Saal helfen. Und das zum ersten Mal. Hier soll Abby eigentlich nur eine Sonde halten. Doch während der OP schaut sie sich auch den Ultraschall an.  Und was sie da sieht, lässt sie aus dem Saal wegrennen und bricht zusammen. (Es ist wirklich nichts für schwache Nerven.)

 

Nun kommt der Rückblick, wie alles acht Jahre vorher begann:

Abby beginnt ihr Studium. Hier trifft sie auf eine Frau, die für „Planned Parenthood“ Werbung macht. Abby will schon weitergehen, weil sie für das Leben ist, doch ihr wird gesagt:  „Das Ziel von Planned Parenthood ist es, die Abtreibungsrate niedrig  zu halten.“ Ihr wird gesagt, dass alles getan wird, damit es nicht soweit kommt. Abby ist von dem Konzept überzeugt, vor allem auch, weil die ganze Verwandtschaft christlich und für das Leben ist. Sie unterstützt Planned Parenthood vor der Klinik  zunächst ehrenamtlich. Gleichzeitig kommt sie mit Gegnern; Mitgliedern von Pro Life ins Gespräch, die beten. Und es ist zu sehen, wie die Leute am der andern Seite vom Zaun auf die Frauen einreden, die eine Abtreibung vornehmen wollen. Dabei gibt Abby zu, auch schon eine Abtreibung hinter sich zu haben. Im Film wird gezeigt, wie es dazu kommen konnte und wie es mit diesem Partner weiterging.

Warum Abby dort gebraucht wird, wird von einer anderen Mitarbeiterin erklärt. Sie verteidigt ihr Tun gegenüber anderen, vor allem auch gegenüber ihrer Familie und ihrem neuen Partner. Abby bleibt Planned Parenthood treu, auch als sie dort selbst Patientin wird.

Sie wird zunächst Beraterin für Frauen, die abtreiben wollen, später muss sie die abgetriebenen Teile der Föten zu jeweils einem Fötus zusammensetzen und schließlich wird sie Leiterin. – Als Sie während ihrer Zeit bei Planned Parenthood schwanger wird, wird Abby signalisiert: „Wir können etwas dagegen tun.“ Sie entscheidet sich für das Kind. Bei Planned Parenthood wird dies dazu genutzt, Abby als Vertrauensperson im Kontakt mit den Patientinnen zu bringen. Alleine die Schwangerschaft hat signalisierende Wirkung.

Als Abby dann auch noch Leiterin der Klinik ist, ändert sich das Verhalten gegenüber der Mitglieder von Pro Life. Ihre Arbeit macht Abby sehr gut, sie wird sogar Mitarbeiterin des Jahres, da es die beste Klinik ist (wohl im Sinne von: Es gibt die meisten Abtreibungen)  Doch nur wenig später – noch am gleichen Tage -  erinnert sie in einer Versammlung daran, dass für die die Abtreibungen nie die höchste Priorität hat. Hintergrund der Aussage: Es soll ein Gebäude entstehen, in dem viel mehr Abtreibungen vorgenommen werden können und dies täglich. Abby wird gegenüber den anderen Mitarbeitern konkret: „Seht euch bitte dazu den Leitspruch…an. Mit unserer Patientenaufklärung bieten wir Ihnen ein Angebot wirksamer Geburtenkontrolle und Informationen zu Ihrer sexuellen Gesundheit.“ – Das ist ein Ziel, dem sich Abby verpflichtet fühlt. Hierfür muss sie die Konsequenzen tragen.

Dann überstürzen sich die Ereignisse. Und schließlich kommt es zu dem ganz oben beschriebenen Vorfall: Abby sieht im Operationssaal, wie sich der Fötus windet und um sein Leben kämpft. Dies ist die Wende in ihrem Leben. Trotzdem: Sie hat noch einiges durchzustehen.

 

Es lohnt sich wirklich diesen Film zu sehen, auch wenn er heftig ist.


Freigegeben ist er ab 16 Jahren, doch gerade in der eigenen Familie, wenn die Kinder flügge werden könnte man diesen schon mit ihnen zusammen ab 14 Jahren ansehen.


Frauen, die selbst eine Abtreibung hinter sich haben, sollten unbedingt jemanden haben, der die Emotionen auffangen kann, wenn der Film angesehen wird.
Und er ist nicht nur für Frauen geeignet. Denn es gibt auch Männer, die zur Abtreibung raten, die sollten es auch sehen

 

Es wird ein kleiner Einblick in die Abtreibungskliniken gegeben. Aber auch, was es mit den Frauen macht. Ebenso wird deutlich gemacht, wie Abtreibungen funktionieren, egal ob in den ersten Wochen chemisch oder ob später das Ableben vorbereitet wird. Es wird erklärt, was gemacht wird. Daher nie alleine anschauen. Der Film geht echt nahe.


Für 15,-- € ist die DVD hier zu bekommen und die Blu-ray hier.


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien


 

Sonntag, 17. Januar 2021

Superbuch: Die Prüfung; Abraham und Isaak


Chris probiert eine Spielekonsole aus, die er sich schon lange wünscht. Doch diese ist ausverkauft. Daher ist er etwas traurig, denn er hat seine Eltern angebettelt. Loy hat dafür kein Verständnis.

Als Chris heim kommt haben seine Eltern eine Überraschung bereit: Die Spielekonsole.  Gizmo mit seinen altmodischen Spielen ist daher out.

Während Chris die Konsole ausprobiert, meldet sich per  Bildtelefon eine Krankenschwester bei Chris‘ Mutter. Sie sucht verzweifelt für einen kranken Jungen so eine Spielekonsole.

In dem Augenblick kommt Superbuch. „Wenn wir auf die Probe gestellt werden, lernen wir am meisten über unsere Beziehung zu Gott“, so Superbuch.

Die drei Freunde landen in der Zeit, in der Abraham lebt. Dieser ist am Weinen um seinen Sohn. Was ist da passiert? Die Freunde werden nochmals einen Tag in die Vergangenheit zurückversetzt. Hier lernen sie Isaak kennen, der ähnlich alt ist wie sie. Auch Abraham kommt hinzu.

Isaak erzählt den Freunden von der Verheißung, die Abraham bekommen hat: Seine Nachkommen werden sehr zahlreich sein. Doch Isaak ist der einzige Sohn, Abraham dazu sehr alt.

Am nächsten Tag gehen Abraham und Isaak um Opfer zu bringen. Joy wundert sich noch, denn alle Lämmer sind vollzählig. Dann sehen sie eine Aufzeichnung, die Gizmo gemacht hat und begreifen: Abraham hat von Gott den Auftrag, seinen einzigen Sohn zu opfern. Die beiden wollen sofort eingreifen.

Abraham und Isaak sind wieder zu sehen. Der Opferaltar ist bereit. Fragend richtet sich Isaak an seinen Vater. „Mein Sohn, Gott wird selbst für das Lamm sorgen, dass wir ihm zu Ehren opfern werden.“ – Isaak begreift, was damit gemeint ist: Er selbst. Da schreitet Gott ein, der merkt, dass ihm Abraham gehorsam ist.

 

Als die Freunde wieder daheim sind, weiß Chris, was dies für sein Handeln bedeutet.

 

 Zu empfehlen ist der Film ab der Vorschulalter.


Für 9,95€ ist die DVD hier zu erhalten


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit SCM-Hänssler-Verlag

 

Sonntag, 3. Januar 2021

Der mutige Mönch


 

Ein kurzer Vorspann verrät schon von der Aussage, um wen es in diesem Film geht: Martin Luther.

Dann beginnt es richtig. Es ist das Jahr 1505. 

Eine Pandemie wütet nicht nur in Deutschland: Die Pest. Viele Menschen sterben. Es  betrifft jedes Alter. Und wie heute gibt es auch damals Menschen, die diese Pandemie als Gericht Gottes wegen der Sünden der Menschen sehen.

Martin Luther ist zu der Zeit Jurastudent. Die Bilder der Pandemie und die Aussagen von Predigern hat er von sich, als Martin in ein Gewitter kommt. Er macht Gott ein Versprechen: Er will Mönch werden, wenn er das Unwetter überlebt. So tritt er in Erfurt in das Augustinerkloster ein. Von dort wird er nach Wittenberg an die Universität geschickt. Martin soll Dozent werden. Dabei wird ihm mit auf den Weg gegeben: „Fülle deine Seele mit dem Studium der Heiligen Schrift.“

Martin Luther liest die Schrift, die es damals noch nicht in Deutsch gibt. Er versteht auf einmal einiges, das Wort hat ihm viel zu sagen. So lässt er sich bei seinen Vorlesungen von der Schrift leiten. Dabei gibt er jedoch einiges auf, was die katholische Kirche ihn bisher lehrte: Das Fegefeuer, die außerbiblischen Schriften und Beschlüsse, die schon im 1. Jahrhundert begannen… Er lässt alleine die Bibel gelten, ohne weiterzufragen.

 Georg Spalatin, ein Freund von Martin sieht diesem beim Unterricht  zu. Er hat so seine Zweifel, ob dies gut für die Studenten ist. „Du unterrichtest, als gäbe es keine Heiligen Gebote…. Was wird aus diesen Jungens, wenn die keinerlei Gottesfurcht haben?“ Die Antwort Luthers: „Dann werden sie ihm dienen aus Liebe und nicht Angst.“

Im weiteren Verlauf werden Adlige und Kirchenfürsten gezeigt, die entweder für  oder gegen Luther sind.

Gleichzeitig wird gezeigt, was auch Menschen werden kann, die danken, sich die Vergebung mit Geld erkaufen zu können. So überlegt Luther laut: „Muss Klaus den Ablassbrief mit ins Fegefeuer nehmen?“ Martin predigt gegen die Machenschaften des Papstes.

Schließlich kommt es zu den 95 Thesen. Man achte im Film, mit welchen Worten Luther diese beginnt. Diese Thesen werden gedruckt und vervielfältigt, so dass sie jeder lesen kann.

Damit hat Luther sein weiteres Leben beeinflusst.  So leicht wie bisher geht es nicht mehr mit ihm. Fast die ganze deutsche Bevölkerung steht hinter ihm.  Und dann passiert das, was im Vorspann zu sehen war: Luther wird entführt.

 

Wie geht es mit Martin weiter? Nun ja, zumindest die Erwachsenen wissen es, für Kinder wird es jetzt noch spannend

 

Zum Abschluss wird eine Zusammenfassung gegeben, wie es mit Luther weitergeht.

 

Toller Film, nicht nur für Protestanten. Auch wir Katholiken können viel lernen.

 

Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren, doch sollte man etwas älter sein, um alles zu verstehen.

Ganz toll von den Inhalten auch für Erwachsene. Es lädt zum Nachdenken ein.

 

Die DVD kann man für 10,--€  hier erhalten.


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien


Sonntag, 27. Dezember 2020

Der Weihnachtsabend


Ein großer Umzugswagen zieht durch die Ortschaft Trapper Falls. Gleichzeitig ist zu sehen, dass die Leute sich auf Weihnachten vorbereiten. Transparente werden aufgehängt mit  Sprüchen wie: „Wegen Jesus gibt es Weihnachten“, oder „frohes Christfest“.

Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass der Anwalt Mitch Bright mit dem Umzugswagen nach Trapper Falls kommt. Er ist dort aufgewachsen. Er trifft auf zwei Brüder, Dan und Greg, die eine Bühne für die städtische Weihnachtsbühne aufstellen. Einer der Brüder, Dan (Bürgermeister der Stadt) erklärt: „Nach 50 Jahren hat die Muttergottes einen richtigen Platz zum Hinknien verdient.“

 Da niemand mehr von Mitchs Verwandtschaft in Trappers Falls wohnt, wundert sich Dan darüber, was Mitch wohl hier will. Vor allem: Beide waren schon früher Rivalen. So wie es aussieht, fängt Mitch wieder an, den Rivalen zu spielen. Er mischt sich sofort in die örtliche Politik ein – auf seine Weise. So gibt es eine Beschwerde gegen die Darstellung von christlichen Figuren in der Öffentlichkeit. Außerdem dürfen keine christlichen Transparente aufgehängt werden. Mitch gibt zu, dass er Probleme mit Weihnachten hat: „Ich hab sehr wohl ein Problem damit. Genauso wie mit Jesus! Und mit Gott! Und dem ganzen andern Mist mit dem ihr kleinkarierten Christen mich von Kindesbeinen an zugemüllt habt!“ Es kommt da noch einiges hinterher. Lohnt sich anzuhören. Und er macht Dan klar, dass dieser sich als Bürgermeister kleinlichst an alle Regeln zu halten hat, denn religiöse Bekenntnisse sind nicht erlaubt (In den USA gibt es eine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat).

Die Transparente im Ort werden ausgetauscht. Christliches ist somit nicht mehr zu erkennen. Doch manche kämpfen weiter dafür.  Andere sind auf der Seite von Mitch.

Auch in der Sprache ändert sich etwas. Als Josie, die Bedienung eines Cafes „Frohe Feiertage“ wünscht, ist das ein Anlass für Greg sich aufzuregen. Er sagt einiges zu den Festtagen. – Auch hier lohnt es sich wieder hinzuhören. Mitch filmt das Ganze. Er  geht auch noch einen Schritt weiter: Als Dans Tochter Makayla (noch ein Kind) ein Weihnachtslied in der Öffentlichkeit singt, macht Mitch sie darauf aufmerksam, dass dies laut Verfügung verboten ist. – Es hat ja einen religiösen Hintergrund.

Mitch hetzt so sehr gegen alles Christliche, dass er die Bevölkerung spaltet.

 Weiter wird gezeigt, dass Greg in seiner Überzeugung auch manchmal übertreibt. Als Makayla für einen Aufführung üben möchte, kommt von ihrem Bruder Dan die Aussage: „Es ist doch jedes Jahr das gleiche Schnarchprogramm.“  Greg kommt bei der Verteidigung richtig in Fahrt. Hier ist die Weihnachtsgeschichte gerade für junge Leute gut erklärt, in einer ziemlich unkonventionellen Art.

Währenddessen sitzt Dan mit einigen anderen zusammen und überlegt, was zu machen ist, ob man die Krippe aufstellen kann oder nicht. Zudem wird gebacken, jeder bekommt ein C (Anmerkung dazu: Im Original heißt der Film  „Christmas with a captial C“)

Noch etwas geschieht: Makayla möchte Mitch wissen lassen, dass auch er nicht vergessen ist.  Sie macht es auf ihre Weise.

Dann kommt die Richterin nach Trappers Fall, die entscheiden soll, ob die Figuren aufgestellt werden sollen oder nicht.

 

Wie wird es wohl ausgehen? Wir Mitch noch überzeugt? Was passiert mit dem Weihnachtsfest?

 

Sehenswerter Film. Und auch die Abspann sollte noch angesehen werden. Das Lied angehört werden (Für alle, die kein Englisch können: Es wird übersetzt)

 

Gefunden habe ich den Film auf YouTube

 

Sonntag, 20. Dezember 2020

Wunder einer Weihnachtsnacht


Ein Mann fährt auf ein Haus im Wald zu. Er richtet einiges ein. Dabei denkt er an Weihnachten und seine Familie. Es ist Jonathan Toomey, der jedoch alleine ist. Wie sich im Laufe des Filmes herausstellt, schnitzt er.  Dann wird eine  große Weihnachtsfeier einer anderen Familie gezeigt. Dabei ist es für Thomas ganz wichtig, die Krippe aufzubauen. Diese gehört für ihn zu Weihnachten dazu und ist für ihn wichtig.

Die Zeit vergeht. Der Vater von Thomas muss in den Krieg.  Brieflich sind beide miteinander verbunden, überlegen, was sie miteinander machen können. –Und dann kommt der Moment, in dem Thomas erfährt, dass sein Vater nicht mehr aus dem Krieg zurückkommt. Was das für ihn bedeutet, ist an seiner Reaktion zu merken.

 Weil der Vater tot ist, muss die kleine Familie wegziehen. Die Mutter zieht mit Thomas zu ihrer Schwester Joan auf das Land.

Thomas mit bei dem Umzug mit, was ihm sehr wichtig ist: Die Weihnachtskrippe.

 

Thomas ist in der neuen Gegend sehr unglücklich. Die Familie wohnte zuvor in der Stadt, jetzt auf dem Lande. Da gibt es viel zu lernen. Und er vermisst seinen Vater. Später wird dann gezeigt, wie die Männer aus dem Krieg zurückkommen. Die Kinder freuen sich, dass die Väter wieder da sind. – Nur Thomas‘ Vater ist eben nicht dabei. Was noch dazukommt: Er hat die Krippe am Bahnhof gelassen und diese taucht nicht mehr auf.

So wird Toomey beauftragt,  die Krippenfiguren anzufertigen. Thomas darf zusehen.  Doch damit beginnt das Problem: Zum einen muss es sehr still sein, damit sich Toomey konzentrieren kann, zum anderen hat Thomas  da seine genauen Vorstellungen der Figuren, genauso wie Toomey.

 Thomas hat Fragen zu den Figuren. Beim Schaf fängt es es: „Es ist ein sehr schönes Schaf, dass Sie da schnitzen, aber…“ – Und Thomas erklärt zu jedem Tier wie es aussehen soll und warum diese so geschaut haben. Es lohnt sich da wirklich genau hinzuhören, warum die Figuren so sein sollen.

 

Schön ist  zu sehen, wie sich Toomey und Thomas immer näher kommen; wie Thomas Freunde findet und die Erinnerungen an seinen Vater hoch gehalten werden. Aber eines merkt Thomas bei allem auf alle Fälle „Dieses Weihnachten wird nicht so wie immer, oder?“ (Wenn wir uns dieses Jahr Weihnachten ansehen: Ist es da nicht ähnlich?)

Doch das Andenken an seine Familie will Toomey für sich behalten. Da hat keiner sich an die Erinnerungen zu vergreifen Das kann man ziemlich zum Ende des Filmes sehen. Man sollte ganz genau zu Beginn hinsehen um einen Satz zu begreifen, den er fast zum Schluss des Filmes sagt: „Weihnachten ist dummer Schnickschnack!“ Von Thomas Mutter bekommt er darauf eine gute Antwort.

 

Wird die Krippe wohl Weihnachten fertig? Toomey gibt immer allen nur die Antwort: „Es ist fertig, wenn es fertig ist.“  Ob er bei seiner Einstellung zu Weihnachten sich wohl Mühe gibt? Und wird die Krippe Thomas gefallen?

 

Ein wunderbarer, nachdenklicher Film der eher für ältere etwas ist und der zum Nachdenken einlädt.

 

Gefunden habe ich ihn auf YouTube

 

Nächste Woche befinden wir uns noch in der Weihnachtszeit, da gibt es nochmals einen Weihnachtsfilm