Sonntag, 30. Juni 2019

Die Hütte - ein Wochenende mit Gott


Lange habe ich mir überlegt, ob ich den folgenden Film vorstellen soll. Doch nachdem ich ihn mir bewusst angesehen habe, konnte ich ja dazu sagen, entdecken, dass es kein esoterischer Film ist.  Es steckt nicht nur eine theologische Botschaft dahinter, da hat sich auch jemand mit Philosophie ausgekannt.  Zudem wurde das Buch, zudem dieser Film entstand, von einem bewussten Christen geschrieben.

In dem Film geht es um Mackenzie (= Mac). Zunächst wird seine Kindheit gezeigt, die nicht gut war. Der Vater ist zwar in der Pfarrgemeinde aktiv, doch zu seinem Kind nicht gut. Er schlägt seinen Sohn. Diese Kindheit belastet Mac, auch seine Beziehung zu Gott.

Weiter geht es, als Mac erwachsen ist. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder, mit denen er an einem Sommerwochenende an einen See fährt.  Während der Fahrt erzählt der Vater eine Geschichte. Man könnte es auch als Gleichnis bezeichnen, mit welchem die Kinder verstehen können, warum Jesus sich für uns hingegeben hat.

Am See albern die älteren Kinder rum, vor allem Kate. Da passiert  ein Unglück und Mac muss eingreifen. Als er zurückkommt, ist seine jüngste Tochter, Missi, nicht mehr da. Die Polizei übernimmt die Suche. Sie gibt Mac zu verstehen: „Es gibt offenbar einen Kerl, hinter dem die Polizei seit Jahren her ist. Es wird vermutet, dass er mindestens fünf kleine Mädchen entführt hat.“ In einer Hütte wird das Kleid von Missi gefunden, mehr nicht.

Nicht nur Mac fühlt sich schuldig, sondern auch seine Tochter Kate.

In einem Winter entdeckt Mac in seinem Briefkasten einen Brief. Er weiß nicht woher dieser komm, denkt zunächst, es wäre ein Scherz eines Freunds. In diesem Brief wird Mac ausgerechnet in der Hütte erwartet, in der Missis Kleid gefunden wurde. – Unterschrieben von „Papa“. – So nennt Macs Frau Gott, wenn sie zu ihm betet.
Mac und sein Freund überlegen woher der Brief kommt und ob Mac wirklich zur Hütte fahren soll. Schließlich entscheidet sich Mac zur Hütte zu fahren.

Bei dieser Fahrt übersieht Mac ein Stopp-Schild und stößt fast mit einen LKW zusammen. Doch er erreicht die Hütte. Dort wird er erst mal richtig wütend, ihm wird (wieder) bewusst was geschehen ist. Immer wieder schreit Mac: „Gott“
 Trotzdem: Mac denkt immer noch, dass er auf denjenigen Treffen wird, der seine Missi entführt hat und ist mit einer Pistole bewaffnet. Erstaunt ist er dann, als der Mann, auf den er diese richtet, keine Angst hat, sondern ihn auffordert mitzukommen.
Mac kommt in ein Haus mit drei Personen. Es wird die Dreifaltigkeit Gottes dargestellt. Gott Vater, der auch in der Bibel mit mütterlichen Seiten dargestellt wird, meist als Frau. (Wenn ich es richtig gesehen habe, eine Frau, zu der Mac in der Kindheit Vertrauen hatte).Selbst dann, wenn Gott-Vater als Frau dargestellt wird, sagt Mac „Papa“, wie später zu sehen ist. Die anderen beiden Personen sind der Sohn und der Heilige Geist, auch als Frau, denn im Hebräischen ist es weiblich, es heißt Ruach. Für den Heiligen Geist werden mehrere Namen genannt, die wir kennen: Wind, Atem, Hauch. 
Und dann will Mac fragen, wer von den dreien Gott ist. – Auf die Antwort mal genau achten.
Mac weiß nicht, was er von dem allen halten soll. Er kennt nur die Darstellungen von Gott von Bildern und hat eigentlich wenig persönliche Beziehung zu Gott. So ist es nicht verwunderlich, dass er denkt, Gott trage einen Bart. Die Antwort: „Das ist doch der Nikolaus.“
 Bei diesem Wochenende wird an den Verletzungen von Mac gearbeitet. Die Verletzungen aus der Kindheit, die dazu führten, dass er  Gott nicht vertrauen kann, und die Wunde, als seine jüngste Tochter aus dem Leben gerissen wurde. – Es beginnt eine schwere Arbeit. Dazu gehört auch Vergeben. Als Mac dort später zu einem Ort geführt wird, der im sehr viel Schmerzen bereitet, kommt er mit Gott in ein Gespräch, was Vergeben bedeutet, aber auch darüber, dass jedes Tun Konsequenzen hat.
Mac stellt Fragen an Gott, die auch von uns kommen könnten, wenn wir in schwierigen Situationen sind, wenn wir denken, es wäre uns Unrecht geschehen, er macht Gott auch Vorwürfe.
Mac unterhält sich  mit den jeweilig göttlichen Personen. Zu jedem hat er einen anderen Zugang/Bezug.
Irgendwann macht Mac zusammen mit dem Heiligen Geist Gartenarbeit. Es sollen Pflanzen verschwinden. Wichtig ist dem Geist: Mit den Wurzeln, damit es nicht nachwuchert. Ein wunderbares Symbol für das, was bei uns nicht in Ordnung ist: Es muss ganz weg; wir müssen uns davon befreien, damit es nicht immer und immer wieder zurückkommt.
 Das Thema richten wird in diesem Gespräch angesprochen. Die Bibel sagt ganz deutlich, dass wir nicht richten sollen. Zu einem späteren Zeitpunkt im Film, wird das Thema richten nochmals deutlich. Und dieser zeigt dann auch, aus welchen Motiven Jesus Christus sich für uns hingegeben hat.
Wie sehr vertrauen wir Jesus Christus, wenn es anscheinend dunkel in uns ist, wenn unsere Ängste (wieder) hochkommen?  Auch dies wird angesprochen; der Gang über dem Wasser als Symbol.
Wie ist das mit den christlichen Regeln? Ich persönlich denke, dass man sie braucht, hier wird es leider etwas anders dargestellt. Aber etwas sehr, sehr relevantes wird gesagt: Wie wichtig die Beziehung zu Gott ist, das Wissen, das ER uns liebt.

Zum Schluss des Wochenendes hat Mac viel gelernt, aber auch viel vergeben und losgelassen. Ihm wird die Wahl gestellt, bei Gott zu bleiben, oder wieder zu gehen. 


Ein Film, den es sich lohnt zu sehen. Diesen gibt es bei Gerth Medien. Auch das Buch oder das Hörbuch, alles hier zu sehen.
Schließlich gibt es noch die Doku "Die Hütte und ich", diese stelle ich hier  vor.









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