Sonntag, 8. April 2018

Das Gelübde

Quelle: Fotolia


Mal wieder ein Krimi, eine Serie, die im Vorabendprogamm läuft: SOKO 5113, oder wie es jetzt heißt: Soko München. Es geht in diesem Film um das Sakrament der Versöhnung, um die Beichte. Wirklich sehr gut gemacht.

Walter Sittler spielt in diesem Film aus dem Jahre 1999 einen Priester.
Ihm wird etwas gebeichtet. Kurz danach wird derjenige, der gebeichtet hat, ermordet. Er sagt dem Priester noch etwas. – Der kann nichts weitersagen, es gibt das Beichtgeheimnis.
Nicht alle Mitglieder der SOKO verstehen, dass Pfarrer Niemann nichts sagen darf. Sie versuchen ihn darauf hinzuweisen, dass es sich hier schließlich um Mord handelt. Pfarrer Niemann bleibt standhaft. „Sie verstehen mich nicht. Ich bin an das Beichtgeheimnis gebunden!“, so der Priester.
Als Horst Schickl später versucht, so nebenbei etwas rauszubekommen, meint der Pfarrer: „Sind Sie gekommen, um mich dazu zu bewegen, mein Gelübde zu brechen?“
Schickl lässt nicht los, kommt irgendwann nochmals in der Hoffnung, etwas aus dem Priester rauszubekommen.
Auch gegenüber der Schwester des Ermordeten lässt der Pfarrer kein falschen Wort zu.

Pfarrer Niemann weiß, wer der Mörder ist und sucht diesen auf. „Glauben Sie mir, Sie werden nicht eher Ihren Frieden gefunden haben, bis Sie das hinter sich gebracht haben“, so der Priester zum Mörder.

Bei manchen Äußerungen muss man doch etwas schmunzeln, weil diese Übertrieben sind. So sagt Hauptkommisar Schickl  nach dem Mord: „Schlimm was hier passiert ist und das auf geweihten Boden.“ (Dabei ist es nicht in der Kirche, sondern auf dem Weg passiert).
Ein weiterer Satz, der vielleicht überzogen ist, aber heute mehr denn je stimmt, stammt von Pfarrer Niemann, der seinen Haushalt selbst machen muss: „Für all diese Sachen bräuchte ich eigentlich eine Haushälterin. Aber für Jesus Christus zu arbeiten scheint heutzutage nicht mehr sehr attraktiv zu sein.“
Schlau reagiert der Priester zunächst, als er sieht, dass der Mörder ein Teil der Beute verschwinden lassen will. Doch mit seiner weiteren Unternehmung begibt er sich in Gefahr. Als die SOKO zwei Beamte zum Schutze senden will, lehnt Pfarrer Niemann mit den Worten ab: „Danke, das ist sehr freundlich von Ihnen, aber das wird nicht nötig sein. Wenn Gott mich nicht schützt, wird es Ihren Leuten auch nicht gelingen.“

Auch wenn in dem Film ein paar Szenen sind, die nichts für schwache Nerven sind, ist er zu empfehlen. Er sagt viel darüber aus, was das Beichtgeheimnis bedeutet.


Gefunden hatte ich den Film auf YouTube









Sonntag, 1. April 2018

Victor




Victor Torres ist ein bekannter amerikanischer christlicher Prediger und Autor. In diesem Film erzählt er seine Geschichte
Es beginnt 1961. Die Familie von Victor ist in die USA eingereist, um Arbeit zu finden.  Dort leben sie in einer kleinen Wohnung, die zu eng ist. Die Geräte funktionieren nicht, es gibt Ratten, der Vater hat keine Arbeit. In Puerto Rico ging es der Familie jedoch besser.
Victor selbst schließt sich einer Gang an. Gleich zu Beginn des Prozesses kommt Victor in eine Schlägerei, bei der er sich mit dem Anführer einer anderen Gang prügelt. Dafür wird er von seiner eigenen Bande geachtet, bekommt deren Jacke.
 Diese Banden sind nicht so ohne! Sie kämpfen nicht nur gegeneinander, sondern gehen auch auf andere Menschen los, schießen und machen Einbrüche.
Seiner Mutter erzählt Victor nicht viel. Ihr fällt auf, dass er eine neue Jacke hat, worauf er nur sagt, dass er ein paar Leute kennengelernt hat. Und: „Wir brauchen hier alle Freude, die wir kriegen können.
Dann gibt es noch den kleinen Bruder, Ricky, für den Victor alles tun würde, damit es ihm gut geht. Doch hin und wieder ist er nicht ganz so konsequent.
Victor lernt Cherry kennen, doch sie ist die Freundin seines ärgsten Rivalen; Dany der Anführer der anderen Gang.
Ein Pastor namens Jimmy lädt die Leute, also auch Victor und seine Freunde, zum Gottesdienst ein. „Sieht nicht so aus, als wären Sie von hier?“ meint Victor“, worauf die Antwort kommt: „Kommt den ursprünglich jemand von hier?“ Jimmy ist in einer ähnlichen Umgebung aufgewachsen, kennt sich also aus. Bis es soweit kommt, dass Victor und seine Freunde zur Kirche gehen, sich von Jimmy helfen lassen, dauert es jedoch noch eine Weile.
Und Jimmy beweist Mut: Es kommt zu einer Schießerei zwischen den beiden Banden. Als ein tödlicher Schuss fällt, der Victor hätte treffen sollen, geht Jimmy entschlossen dazwischen.

Victor verliert seine Arbeit. So kommen seine Freunde auf die Idee, dass er dealen könnte. Victor unterstützt mit diesem Geld seine Familie. Aber er wird selbst drogenabhängig, macht öfters einen Drogenentzug.
Victors Mutter wird stutzig, weil er so viel Geld verdient, aber sie kommt nicht an ihn ran, Jimmy ermutigt sie zu beten. Sie macht es. Auch Ricky, der kleine Bruder fängt zu beten an.
Eine letzte Chance zum Drogenentzug gibt es nochmals, als Jimmy ein soziales Projekt aufmacht. Hier wird nicht nur gearbeitet, sondern auch gebetet. Victor will sich dem erst entziehen. „Was soll das? Sind wir auf einmal religiös?“, so Victor. Doch auch sein Vater ist skeptisch, ob der Glaube helfen kann. Die Mutter ist gläubig. „Ja, ich glaube fest daran, dass meine Hoffnung noch erfüllt werden wird“, ist sie sich sicher.
Victor trifft hier auf seinen Rivalen Dany, was es ihm nicht leicht macht. Zudem kann er mit dem Glauben nichts anfangen und die Arbeiten fallen ihm schwer. Ihm wird aber gesagt: „Hier gibt’s was Besseres als Drogen“ und als Jimmy Victor vorstellt meint er: „Victor weiß, dass wir mehr wollen, als ihm im Kampf gegen die Sucht zu helfen. Ihr seid nicht allein auf dieser Reise. Gott liebt euch und ER will so viel mehr für euch als Drogen und Gangs. Ihr seid einzigartige Geschöpfe Gottes…“
Als Victor abhauen will, ist es Dany, der ihn zurückhält, versucht ihm Mut zu machen, ihn für  Gott und dessen Vergebung zu begeistern. – Victor fängt an zu beten,  hält durch und überlässt sich schließlich ganz und gar Gott.  Bei Dany revanchiert er sich   auf eine besondere Art und Weise. Dafür verlässt  er aber erst mal die Einrichtung ohne jemanden Bescheid zu geben.

Jimmy gibt Victor in Boston einen Job. Er soll dort eine Entzugsklinik aufbauen. „Wenn ich nur einem Menschen helfen könnte“, so Victor, der das Angebot annimmt.

Mehr über Victor Torres ist hier zu erfahren


Noch ein paar persönliche Worte: Wer denkt, Victor ist ein Einzelfall, der irrt. Es kann allen Mut machen, für Kinder, Geschwister, Partner… zu beten.
Ich selbst konnte in Deutschland ein Ehepaar kennenlernen, deren beide Söhne drogenabhängig waren.  Diese Eltern haben zwar das Türschloss gewechselt, aber gebetet. Beide Söhne sind heute in christlichen Gemeinschaften tätig.
Ein Zeugnis gab mir ein damals junger Mann, der einmal drogenabhängig war. Auch bei ihm war der Glaube ausschlaggebend. Trotzdem hatte der Vater zunächst einmal Angst, als der Sohn ihn umarmen wollte. Grund: Er hatte seinen Vater früher mit dem Messer bedroht, saß auch schon im Gefängnis.
Ähnliche Berichte konnte ich von Menschen hören, die alkoholabhängig waren. Und da ich eine Zeitlang christliche Gefängnisarbeit gemacht habe, hörte ich hier auch mehrere Heilungen.

Den Film ansehen und daran denken: Der Glaube wirkt! Er kann allen Hoffnung machen, die ähnliches durchmachen.

Für 15,00 € ist die DVD hier zu erhalten; frei ab 12 Jahren.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien




Sonntag, 25. März 2018

Verhaftet - Entscheidung unterm Ölberg




So spannend diese Sendung ist, so ernst ist das Thema auch. So kann es aber Kindern beigebracht werden. Es geht um die Verhaftung Jesu
 Es beginnt im Garten Gethsemane. Die Jünger schlafen und Jesus betet zu Gott, dass Sein Wille geschehe.
Nicht nur Hreel ist es diesmal, der alles daran setzten will, dass Jesus nicht stirbt, sondern auch Habib.
Habib versteht einfach nicht, warum Jesus, der sein Freund ist, sterben muss. Cora hat ihm noch nicht erzählt, dass es geschehen muss, damit alles sich erfüllt. Ausgerechnet Barbaras, der ein Feind von Habib ist, ist nun so froh, dass er frei ist, dass er auch noch Habib bittet, alles zu tun, damit Jesus frei kommt.
Es sieht also so aus, als ob Jesus nie den  sterben wird.
Sehr gut erklärt Professor Petersen seiner Tochter Cora, warum Jesus sterben muss. So versteht es jedes Kind.
Jesus erklärt dem Habib sehr gut, warum er sterben muss. Dies auch wieder kindgerecht.


Sonntag, 18. März 2018

Angekündigt - das letzte Abendmahl



Die Passionszeit hat mit dem heutigen Sonntag begonnen, nächste Woche ist die Karwoche.  Daher möchte ich diese und nächste Woche zwei Filme vorstellen, die mit der Karwoche zu tun haben.
Gründonnerstag hören wir vom letzten Abendmahl. Aus der Reihe Chi Rho gibt es mal wieder einen halben Krimi dazu.
Es beginnt damit, dass die Freunde ein Teil der Tempelaustreibung mitbekommen. Sie vermuten zunächst Hreel dahinter, werden aber bald eines besseren belehrt, denn sie sehen Jesus. Er gibt ihnen dann auch den Auftrag, einen Raum für das Abendmahl zu suchen.
Gleichzeitig will Hreel dies verhindern. Wieder einmal sieht es zunächst so aus, als ob es gelingen könnte. 
Ein weiterer spannender Punkt: Barbaras bekommt mit, dass Habib in Jerusalem ist. Er hat mit ihm noch etwas zu klären, will sich unbedingt an ihm rächen. Das bleibt auch spannend.

Das Wichtigste vom letzten Abendmahl wird im Film gezeigt.







Sonntag, 11. März 2018

Fürchtet euch nicht - Johannes Paul II


Kurz nach dem Tode von Papst Johannes Paul II wurde sein Leben öfters verfilmt.   In einer spielte Thomas Kretschmann, damals 43 Jahre alt, den Papst darstellt. Da der Film aus dem Jahre 2005 ist, gehe ich davon aus, dass die Aufnahmen noch begannen, als Papst Johannes Paul II noch lebte.

Jerusalem im Jahre 2000.
Papst Johannes Paul II ist in Israel. Seine Gebete  dort sind ein Rückblick auf sein Leben: „Ich schaue auf mein Leben zurück und ich sehe, dass die Wege des Herrn wahrhaft unergründlich sind.“ Der Rückblick geht später im Vatikan weiter.

1928 beginnt der Rückblick. Karol Wojtyla ist acht Jahre alt. Zu sehen seine Eltern, sein älterer Bruder und er selbst. Die Mutter scheint schwer krank zu sein. Bald darauf stirbt sie
Zwischendurch ist zu sehen, was Karol ansonsten macht. Das Fußballspiel ist nicht durch Zufall eingeflossen: Es ist bekannt, dass Karol als Junge öfters Fußball gespielt hat und nicht selten für die Juden im Tor stand.
Vier Jahre später, Karol ist zwölf Jahre alt, stirbt auch sein Bruder. Er hat sich als junger Arzt im Krankenhaus an einem Keim angesteckt.
1938 geht es weiter. Karol Wojtyla  ist in einer Schauspielgruppe. Er überlegt Schauspieler zu werden, kann sich aber auch vorstellen Priester zu werden. Er hat in dieser Zeit  eine Freundin.
Kurze Zeit später findet er seinen Vater tot vor.
1942. Der 2. Weltkrieg. Karol Wojtyla arbeitet in einer Fabrik. Er ist beim Widerstand dabei, ist jedoch für gewaltlosen Widerstand. Dafür wird er als Feigling bezeichnet. Dieser gewaltlose Widerstand begleitet ihn durch sein ganzes Leben.
Zu sehen ist, wie  während eines Theaterspiels  ein Junge der Gruppe sagt, dass „die Luft rein ist“. Der Hintergrund: Karol Wojtyla schloss sich der  Experimentaltheatergruppe „Studio 39“ um Tadeusz Kudliński an. Diese wirkte ab 1943 im Untergrund.

Während des Krieges bekommt er mit wie Juden abtransportiert werden. Mit dabei: sein  Freund.

Was Karol Wojtyla  im Krieg sieht, ist Mitauslöser, dass er sich zum Priester berufen fühlt. Er möchte Priester werden in einer Zeit, in der dies gefährlich ist. Viele Priester wurden verhaftet. „Prüfen Sie Ihr Gewissen, denn man wird Sie mit Sicherheit verfolgen“ wird ihm raten.
1946 wird
Im Rom fällt ihm auf, wie es dem Papst geht.  Er findet nicht alles wahrhaftig. Wojtylas Kommentar dazu: „Welche Träume du als Priester auch immer hast, sobald du Papst wirst, bist du ein Gefangener des Vatikans…. Du kannst nicht zu den Menschen gehen und predigen. Du bist ein Sklave des Heiligen Stuhls.“
Mit erst 38 Jahren wird er Weihbischof. Als er ernannt wird, wird ihm geraten, politisch mehr aktiv zu sein. Als Bischof kann er sich nicht heraushalten, da die Kirche unterdrückt wird. Widerstand leistet er, aber weiterhin gewaltlos. Dies ist am Beispiel von Nova Hutta zu sehen.

Das Konklave, bei dem Karol Wojtyla zum Papst gewählt wird: Diese Szene erinnert mich an den Film über Papst Johannes XXIII. Dort wird es ähnlich gezeigt.

Die zweite Hälfte des Filmes geht über das Wirken  Karol Wojtyla als Papst.
Schon kurz nach seiner Wahl fängt Papst Johannes Paul II an, zu reisen. Besonders oft reist er in seine Heimat Polen, was mit zur Beendigung des kalten Krieges führt und zu offenen Grenzen.

Interessant die Begegnung mit Erzbischof Oscar Romero. Sowohl Johannes Paul II, als auch Romero haben eine Regierung erlebt, die das Volk unterdrückt. Hier ist zu sehen, wie beide damit umgehen. Künstlerische Freiheit ist dann der Zeitpunkt, als Romero erschossen wurde, denn in Wirklichkeit hielt er eine Predigt. Aber in diesem Zusammenhang im Film, passt der Augenblick, der gezeigt wird.

13. Mai 1981 (Fatimatag!) das Attentat auf den Papst. Er verzeiht dem Täter, besucht diesen später im Gefängnis  Sowohl Attentat, als auch der Besuch des Papstes ist im Internet zu finden. Als der Papst nach dem Attentat im Krankenhaus liegt, gibt er eine bemerkenswerte Äußerung von sich: „Ich bin nur ein Mensch, der durch sein Leid mit Jesus Christus verbunden ist. Und ich verstehe jetzt so gut wie nie zuvor die Bedeutung von Hiobs Leiden, denn Liebe ist die Antwort auf alles Leiden der Welt.“
Vielleicht kann dies auch eine Anfrage an uns sein, ob wie zum Leiden bereit sind. – Zum Leiden aus Liebe.

Nach dem Ende Kommunismus wundert sich der Papst, was aus Polen geworden ist. Er hält eine Ansprache vor Priestern und Ordensleuten. Wer sich die Fotos ansieht sollte sich fragen, ob es in Deutschland nicht ähnlich aussieht!

Nur einmal, fast zum Schluss wird ein Treffen mit Jugendlichen eingeblendet. Die Jugend war diesem Papst wichtig, er führte die Weltjugendtage ein.

Selbst das Thema Missbrauch durch Priester wird in diesem Film angesprochen. Und der Papst hat nicht einfach nur zugesehen.

Schließlich noch sein Leiden, dass er öffentlich zeigt, als er kein Wort mehr sprechen kann.

Für diejenigen, die den Papst nie bewusst erlebt haben ist es sicherlich ein guter Film. Ich habe ihn aber erlebt und empfinde es daher oberflächlich, es ist nur wenig zu sehen.



Sonntag, 4. März 2018

Der Fall Jesus



Wie ein Krimi klingt der Titel. Und manches Mal könnte man meinen, es handelt sich wirklich um einen.

Es beginnt im Jahre 1980. Lee, ein Journalist und seine Frau Leslie sind bekennende Atheisten. Im einen Restaurant feiern sie einen Preis, den Lee gewonnen hat. Die Tochter verschluckt sich. Es ist eine Krankenschwester, Alfie Davids, anwesend, die sich sofort um das Kind kümmert. 
Für Leslie ist es Glück, für  Alfie hat Jesus seine Hand im Spiel. Damit beginnt für Leslie die Suche, sie will wissen, ob es Jesus wirklich gegeben hat, ob er auch heute noch wirkt. So bleibt Leslie im Kontakt mit Alfie und wird von ihr in die Kirche eingeladen. Bei diesem einen Gottesdienst bleibt es nicht. Leslie ist offen dafür, sie kennt von ihrer Mutter den Glauben, doch mit der Zeit ist dieser immer mehr in den Hintergrund gerückt. „Ich war immer neugierig. Aber nun, wo wir Alicon haben beginnt es noch viel, viel wichtiger zu werden“, so Leslie zu Alfie
Probleme gibt es fast, als Leslie Lee erzählt, dass sie öfters in der Kirche war. Er findet sie aufgrund ihrer Schwangerschaft etwas verrückt. Als Leslie erzählt, dass sie Jesus in ihr Leben gebeten hat, kommt von Lee die Antwort: „Das akzeptiere ich nicht.“ Lee hat das Gefühl, seine Frau, so wie er sie kennt, verloren zu haben. So sagt er zu einem Freund: „Ich werde nicht meine Frau und meine Kinder an etwas verlieren, in dem keine Vernunft steckt.“  Es geht irgendwann schließlich so weit, dass Lee zu Leslie sagt: „Du betrügst mich! Mit Jesus!“ Leslie leidet sehr darunter, aber sie betet für Lee.

Lee will das Christentum als Lüge entlarven. Ein Kollege meint zu ihm: „Der christliche Glaube basiert auf der Auferstehung. Ohne die würde Jesus wie ein missverstandener Rabbi dastehen. Höchstens! Im schlimmsten Fall wie ein Irrer, der sich geopfert hat.“ Doch schon zuvor warnt dieser Kollege Lee, dass es für ihn ein „Eigentor“ werden könnte.
Lee macht sich auf die Suche, es wird die Suche nach der Wahrheit.

Während Lee dabei ist, über das Christentum zu recherchieren, lädt Leslie ihn zum Gottesdienst ein. Er geht mit. Aber er gibt im Anschluss Alfie zu verstehen, dass diese Leslie nicht mehr zum Gottesdienst mitnehmen solle. Für Lee ist alles nur Gehirnwäsche.
Leslie lässt sich schließlich taufen, sie glaubt an Gott. Übrigens: Die Taufe, so wie sie im Film gezeigt wird, habe ich in Deutschland auch schon bei Freikirchen miterlebt.
Lee ist bei der Taufe dabei, doch er empfindet es als schlimm, vergleicht es mit einer Hochzeit.

Was mir an den Gottesdienst unter anderem gefällt: Der Prediger weist immer darauf hin, dass er nur ein Mensch ist, dass er auch Fehler macht.      

Eine Nebengeschichte ist der Fall als Journalist, an dem Lee arbeitet. Hier geht es unter anderem  darum, was wirklich geschehen ist. Es sieht scheinbar leicht aus. Als es zu einem schlimmen Ereignis kommt, entschuldigt sich Lee mit den Worten „Ich habe die Wahrheit nicht gesehen.“ Er bekommt die Antwort: „Sie haben sie nicht sehen wollen.“ So ähnlich ergeht es Lee, als er über Jesus nachforscht.

Schließlich gibt Lee den Kampf gegen Gott auf. „Na gut Gott, du hast gewonnen“, sagt er zu IHM.


Für je 15,--€ kann dieser Film als DVD oder als  Blu-ray bestellt werden

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth-Medien

Sonntag, 25. Februar 2018

Die Bibel... Am Anfang schuf Gott



Ein Mammutwerk ist dieser Film aus dem Jahre 1966 und künstlerisch wertvoll aufgearbeitet.
Gezeigt wird ungefähr die Hälfte des Buches Genesis/1. Buch Mose, also: Die Erschaffung der Welt und des Menschen, die Geschichte von Kain und Abel, der Turmbau zu Babel, die Geschichte von Noah und die Geschichte von Abraham

Zur Entstehung der Welt bis zu Kain und Abel:
Die einzelnen Tage werden erzählt, dazu Situationen, die dazu passen, eingeblendet; gut gemacht.  Gott selbst wird nicht dargestellt, hier ist Zurückhaltung geübt worden. Adam und Eva werden inmitten der Tiere im Paradiese gezeigt. Wer es sieht hat wirklich den Eindruck, dass hier alles in Ordnung ist, dass man hier gerne leben möchte.
Etwa überrascht hat mich hier der Satz zu Adam und Eva: „Geht in den Garten“, denn so steht es nicht in der Bibel.
Interessant ist die Begegnung der Schlange mit Eva gelöst: Die Schlange ruft Eva zu sich. Die Schlange wird zunächst von einem Menschen dargestellt.
Bei den Opfern von Kain und Abel wird versucht darzustellen, warum Gott nicht auf das Opfer von Kain geschaut hat.

Die Geschichte von Noah:
Ein toller Ausdruck der Demut, als Noah erkennt, dass Gott zu ihm spricht.
 Wie die Menschen um Noah herum reagieren: Könnte dies nicht auch ein Zeichen sein, wie es uns ergeht, wenn wir auf Gott hören, wenn wir wirklich seinen Willen tun wollen? Gibt es da nicht Unverständnis und noch mehr? Seine Kinder und seine Frau beginnen zu zweifeln. Die Arbeit an der Arche wird von diesen nicht ganz so ernst genommen.
Sehr  gut gemacht, wie das Wasser kommt, gute Aufnahmen aus der Natur verwendet.
Eine Lösung ist von den Machern des Filmes für die Frage gesucht und gefunden worden, was die Tiere auf der Arche wohl zu futtern bekamen und wovon die Menschen dort sich ernährten.

Der Turmbau zu Babel:
Wie heißt es über den Turm hier: Er sollte so hoch hinausragen wie der Stolz von Nimrod. Lassen nicht auch wir uns manchmal von unserm Stolz zu Taten verleiten, die nicht gut sind?
Was Nimrod vorhat wird auch dadurch dargestellt, dass er seinen Bogen durch die Wolken schießt.

Die Geschichte von Abraham:
Der Großteil der zweiten Hälfte des Filmes handelt von Abraham.
Immer wieder spricht es mich an, wenn Abraham sofort bereit ist, mit seinem ganzen Hab und Gut die Heimat zu verlassen. Hier auch. Übrigens heißt er da noch Abram uns seine Frau Sarai.
 Er weiß nicht wohin, er vertraut einfach.  „Was da kommen soll, und wie es herbeigeführt wird. Es steht nicht in unserer Macht, das zu wissen. Nur in demütiger Erwartung dessen, was kommen wird, kann es uns wohlergehen“, so Abraham zu Lot, als diese in Kanaan eingetroffen sind.
Nachdem die Hirten von Lot uns Abraham streiten, entscheidet Lot sich in die fruchtbarere Ebene zu ziehen, obwohl ihn Abraham vor der Schlechtigkeit der Menschen dort warnt
Gott prüft Abraham, denn Gott hat ihm eigene Kinder versprochen. Doch durch den Zweifel von Sarah, die unfruchtbar ist, fehlt das vollkommene Vertrauen. Hagar soll ihm das Kind gebären, was sie auch macht. Abraham vertraut weiterhin, dass Sarah ihm ein Kind gebären wird. Als dann Gott selbst kommt und verspricht, dass Sarah einen Sohn gebären wird, kann sie es nicht glauben, da sie schon alt ist.
Noch etwas, was wir hier lernen können: Abraham traut sich, mit Gott zu verhandeln. Vielleicht sollten wir dies auch immer wieder tun, um all der Menschen, die an IHN glauben.
Sarah gebiert schließlich den Isaak. Doch Gott prüft Abraham nochmals, verlangt Gehorsam und will, dass Abraham Isaak opfert. Es wird gut gezeigt, wie es Abraham dabei vielleicht ergangen sein könnte.
Eine kleine Episode, als Abraham mit Isaak auf dem Weg in die Berge sind, lohnt sich zu beachten: Sie kommen an Sodom und Gomorra vorbei. Abraham erzählt die Geschichte, dass alle umgekommen sind. Da fragt  Isaak: „Haben die Kinder denn auch gesündigt?“ Es lohnt sich danach genau hinzusehen, was da aus einem Schädel kommt.


Lots weitere Geschichte: Er wird – wie die anderen Bewohner von Sodom und Gomorra gefangen genommen. Doch Abraham befreit ihn.
Später besuchen zwei Engel Lot und seine Familie. Die Stadt ist voller Bosheit. Sogar die beiden Engel wollen die Einwohner der Stadt ausgeliefert haben.  In der Bibel heißt es, dass sie mit Blindheit geschlagen wurden. Im Film findet sich der Versuch einer Erklärung, wie dies geschehen ist. Die Familie flieht mit Hilfe der Engel aus der Stadt. Die Frau Lots zeigt, was passieren kann, wenn wir nicht bereit sind, Gott ganz zu vertrauen, wie er uns führt sondern auf das alte Leben zurücksehen.

Die weitere Geschichte von Hagar: Sie wird auf Wunsch von Sarah verstoßen. Gott gibt dafür Abraham sein Ja. Hagar fleht in der Wüste für ihr Kind und ein Engel hilft. Er verspricht, Ismael zu einem großen Volk zu machen.


Durch Musik wird im Film viel dargestellt. Sie untermalt das Geschehen sehr gut. Auch die gewählten Farben (hell oder dunkel) Manchmal dienen Naturgewalten dazu, das Geschehen besser zu verstehen.
Zu sehen ist der Film hier