Sonntag, 11. November 2018

Der Schlunz - Die Spur des Feuerpfeils


Lukas und Schlunz lesen zu Hause bei Schmidtsteiner eine Geschichte vor. – Sie haben dafür den ersten Preis in der Schule gewonnen. Alle sind stolz auf sie.
Weil diese Geschichte so gut war, verlangen Knut und Brutus von Schlunz und Lukas, eine spannende, gute, lustige Geschichte zu erzählen. – Die beiden müssen nämlich einen Aufsatz schreiben. So erzählen Schlunz und Lukas eine Geschichte vom Wilden Westen. – Darin kommen die Figuren der Schlunz-Serie vor, mit andern Namen.

Der Inhalt: In einer Western-City gibt es immer wieder Brände. Pfeile sind dafür zuständig. Die Bewohner machen die Indianer verantwortlich.
Luke ein Junge glaubt nicht, dass es die Indianer waren, er will mit ihnen sprechen. Bei einem Unglück freundet er sich mit einem Indianerjungen an. Der stellt fest: Die Pfeile sind nicht von den Indianern. Die beiden Jungen wollen wissen, wer die Pfeile geschossen hat und entdecken die Täter. Nur: Wie in der Stadt sagen, da dort Hass gegenüber Indianern herrscht?
Zwischendurch gibt es natürlich auch eine Bibelstelle, die passt. Es geht um die Feindesliebe. Hank sagt dazu: „Feinde, die brauchen besonders viel Liebe“. – Dann holt er seine Bibel raus und liest vor: „Liebt eure Feinde, betet für die, die euch verfolgen. Denn ER lässt seine Sonne scheinen auf Böse und Gute.“ – Sätze, deren wir uns auch immer wieder bewusst werden sollten.
Hank erklärt, dass Verbrecher für das, was sie getan haben, büßen müssen. Wenn man im alltäglichen Leben jemanden immer wieder ärgert, diesen lieben, wenn ein Indianer da ist, sollte man gut zu ihm sein und ihn lieben.
Die beiden Jungen haben verstanden um was es geht. Trotzdem kommt es nochmals zu unerwarteten Situationen. Und für die Eltern von Luke steht auch fest: Mit Feinden darf man nichts zu tun haben. Auch für  andere Erwachsenen heißt es: Wer ein Feind ist, den muss man hassen.  Da haben also die Kinder mehr vom Evangelium verstanden.

Als dann wieder ein brennender Pfeil in der Western-City landet, wollen die Einwohner die das Indianerdorf angreifen. Luke und sein Freund sorgen dafür, dass Frieden bleiben kann und die wirklichen Täter gefasst werden.


Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren. Die DVD ist mit 7 weitern Filmen vom Schlunz in der 
DVD-Sammelbox  für 34,99 € hier zu erhalten

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth-Medien  und dem Hänssler-Verlag


Sonntag, 4. November 2018

Im Licht der Wahrheit


Eine Diskussion zwischen zwei Personen. Es geht darum, ob Gott existiert. Die Diskussion findet zwischen einem Christen und einem Atheisten statt. – Und um diesen Atheisten geht es.
Sol Harkens ist bekannt, schreibt Bücher gegen das Christentum, seit er einen Sohn verloren hat. Und er macht sich über Gott lustig, sagt in einer Art und Weise, die dies beweist: „Begrüßen Sie mit mir Gott den Allmächtigen!“ – Gelächter im Publikum.
Für Sol zählen nur Sex, Drugs, Party, denn es gibt angeblich keinen Sinn.  Er macht Partys, hat eine Freundin, die ein bekanntes Fotomodell ist und trinkt viel zu viel    Alkohol.
Er macht Gott Vorwürfe, weil eben einer seiner Söhne gestorben ist, was schon zu Beginn ziemlich deutlich zu Ausdruck kommt. Sol betet nicht zu Gott, denn für ihn steht fest, dass Gott seinen Sohn getötet hat. „Wagt es nicht, von der Liebe und dem Mitgefühl eures sogenannten Gottes zu erzählen. Wenn er Lust hatte, seinen einzig geliebten Sohn zu opfern ist das seine Sache. Aber er hätte seine verdammten Finger von meinem lassen sollen!“  Wer genau hinschaut (und hinhört) bekommt mit, dass Sol die Kirche mit der ISIS vergleicht.
Viele sind von Sol begeistert, von dem, was er verkündet, doch gleichzeitig ist zu sehen, dass er ein einsamer, verbitterter  Mensch ist. Und: Für seine Söhne ist es schwer zu verkraften, was ihr Vater da öffentlich sagt. Noch dazu, wo sie glauben. Sein älterer Sohn will mit der Kirchengemeinde nach Haiti, um dort zu helfen. – Dafür hat Sol kein Verständnis. So sagt sein Sohn: „Dad, ich bitte dich nicht, an die Kirche zu glauben; ich bitte dich, an mich zu glauben.“
Nach einer Party, in der Sol mal wieder  zu viel Alkohol getrunken hat, hat er einen schweren Unfall. Er ist klinisch tot und sieht seinen toten Sohn. Dieser hat eine Botschaft für ihn: „Lass das Licht herein.“ – Sol versteht nicht, was damit gemeint ist. Aber er weiß, dass die Erfahrung echt war, obwohl ihm später gesagt wird, wodurch dies kommt. Es hört die neueste wissenschaftliche Theorie, warum er seinen Sohn gesehen hat. – Sol überzeugt das nicht.
Norman, sein Agent hat damit Schwierigkeiten, dass Sol sich nun immer mehr und mehr dem Christentum zuwendet. Er will ihn davon abbringen.  Doch Sol ändert sich: Bei einer Lesung/Rede bricht er den vorgegebenen Text ab und sagt, was wirklich war. In einem Interview redet er von seinem Sohn, den er gesehen hat, von seinem Glauben. Norman trennt sich daraufhin von ihm, kündigt das Arbeitsverhältnis auf.
Tracy, seine Sekretärin hält weiterhin zu ihm. Sie ist mit der Kirche aufgewachsen und hatte sich davon abgewendet. „Du hast mir den Glauben zurück gebracht“, sagt sie zu Sol.
Gleichzeitig nähern sich Sol und seine Exfrau Kate wieder an, später heiraten sie auch nochmals.
Ein Pastor erklärt Sol, was es mit dem Satz „Lass das Licht herein“ auf sich hat, dass eben Jesus das Licht der Welt ist und wir seine Geburt in der dunkelsten Zeit des Jahres feiern. – Schließlich lässt Sol sich taufen.
Kate hat irgendwann die Idee, wie der Satz „ Lass das Licht herein“ verwirklicht werden könnte und arbeitet mit Sol daran. Es hat was damit zu tun, wirklich Licht zu zeigen, etwas Gutes zu tun, Menschen zu Gott zu bekehren… Doch bis dahin ist ein langer Weg. Hinzu kommt, dass Kate schwer an Krebs erkrankt ist.
Kate versucht das Beste aus der Zeit zu machen, die ihr noch bleibt.

Und dann kommt Heilig-Abend. Die Idee von Sol und Kate wird auf der ganzen Welt angewendet. Kate jedoch sieht ein anderes Licht.

Es lohnt sich auf alle Fälle noch zum Schluss den Abspann abzuwarten und sich den Text des Liedes anzuhören.

Ein wunderbarer Film, den man mitten im Jahr sehen kann, der aber auch – gerade wegen des Schlusses ein gutes Geschenk zu Weihnachten sein kann. Ein Film für die ganze Familie.

Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und für 15,--€  als DVD hier zu bekommen.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit  Gerth Medien


Sonntag, 28. Oktober 2018

Die Nonne und der Kommissar

Quelle: Fotolia

Nonne? Kommissar?
Wer bei dem Titel an Pater Brown denkt, hat gar nicht so unrecht. Nur dass es sich hier eben um Schwester Camilla handelt.
Der Film beginnt damit, dass Schwester Camilla strafversetzt wurde. – Eben, weil sie sich immer in Angelegenheiten (Verbrechen…) einmischt. – Erinnert auch an Pater Brown

Schon zu Beginn macht Camilla Schwierigkeiten: Sie kommt nicht mit dem Zug im Kloster an. Und mit dem Gefährt, mit welchem sie kommt, macht sie sofort eine Entdeckung..

Auch im Kloster macht Schwester Camilla sofort einige Beobachtungen, die anderen nicht aufgefallen sind. Und kurz nach ihrer Ankunft findet sie am Altar einen Toten. Schwester Camilla nimmt Ermittlungen auf.  Da Schwester Camilla jedoch einen Ruf hat, der ihr vorauseilt, untersagt Oberin Schwester Ludwiga ihr, sich in das Verbrechen einzumischen. Natürlich hält sich Schwester Camilla nicht daran. Dabei kommt sie immer wieder dem Kommissar in die Quere. Er glaubt zunächst an einen anderen Täter, als Schwester Camilla. Doch zum Schluss kommen beide zum gleichen Ergebnis.  Doch zunächst ist einmal die Frage: Wer war Mörder? Ein Mann oder eine Frau? – Da sind sich der Kommissar und Schwester Kamilla zunächst uneins. Vor allem muss der Kommissar Schwester Kamilla im Laufe des Film noch retten….

Camilla wird als sehr gläubige Ordensfrau dargestellt, die ihr ganzes Vertrauen auf Gott setzt. Daher spricht sie ganz normal mit Gott, wenn sie betet.  So ist sie zum Beispiel verärgert, als sie – zur Strafe – Kartoffel schälen soll. Sie klagt ihr Leid Gott. „Herr, gib meinem Leben einen Sinn“, ist einer der Sätze, die sie in dieser Lage sagt.

Als sie ein Auto sieht, das vorbeifährt fragt sie: „Herr, wer war das?“

Übrigens kann sie hier mancher von uns ein Vorbild sein, denn genauso so dürfen wir zu Gott beten.
Der Kommissar hingegen will nichts mit Gott zu tun haben, nennt seinen Hund sogar Nietzsche. Von ihm stammen Aussagen wie: „Ich glaube durchaus. Gott ist tot, daran glaub ich. ER hat sich aus Enttäuschung über den Menschen das Leben genommen.“

Beide  ziehen sich gegenseitig etwas auf. So sagt Schwester Camilla einmal zum Kommissar: „Ungläubige wie Sie haben unsern Herr gekreuzigt“, während vom Kommissar, als er nur wenig anhat in Richtung Camilla kommt: „Der Schächer am Kreuz hatte auch nicht mehr an.



Sonntag, 21. Oktober 2018

Petrus - Die wahre Geschichte Teil 2

Fresko, um 1600, in der Kirche Santo Stefano Rotondo in Rom
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon


Petrus, der Apostel! Was für ein Mensch war er? Was hat er gelebt? Die biblische Geschichte, Teil 1 wird hier gezeigt



Nun kommt der zweite Teil. Dieser erzählt von dem, was nicht in der Bibel steht, aber teilweise aus alten Quellen bekannt ist.

 Paulus ist in Rom und viele Menschen wollen wissen, wie Jesus denn war. Paulus lässt durch den Evangelisten Markus Petrus holen, da dieser Jesus gekannt hat.

Ein sachlicher Fehler wird jedoch gemacht: Aus der Apostelgeschichte ist zu erfahren, dass Paulus noch in Jerusalem  verhaftet wurde. Hier hat er an den Kaiser selbst appelliert. -  Er war damals also noch nicht in Rom.

 In Rom verkündet Petrus das Wort Gottes, besser: das, was Jesus gepredigt hat. Er hat Kontakt zu verschiedenen Menschen. So wird anhand von konkreten Beispielen gezeigt, wie Petrus gehandelt haben könnte.



Zwischendurch werden immer wieder Gladiatorenkämpfe gezeigt. Ein sehr guter Kämpfer mit Maske namens Trakar ist dabei. Er zeigt sein Gesicht niemanden. Was es mit ihm auf sich hat, ist im Laufe der Geschichte zu erfahren.

Außerdem wird eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Leuten (Silvia und Claudius) gezeigt.
Diese beiden „Randgeschichten“ sind mit der von Petrus verwoben.

Zu erfahren ist, wo all die anderen Apostel gereist sind, wohin sie das Evangelium gebracht haben.

Manches ist sehr aktuell: Claudius will Silvia heiraten, doch sie ist ja Christin. Sein Vater fordert: „Aber sie muss ihren Glauben aufgeben, du kannst dir durch eine solche Verbindung nicht alles verbauen.“ Und etwas später fügt der Vater zu: „Wenn ihre Frau ihren Mann liebt, dann wird sie ihn nicht mit ihrem Glauben ruinieren wollen.“- So wird es heute zwar nicht mehr unbedingt gesagt, aber wie viele Männer/Frauen, wollen, dass der Partner den Glauben nicht aktiv lebt? Immerhin: Im Film merkt Silvia, dass es für sie nicht leicht ist, ohne Glaube zu leben und zieht die Konsequenzen.

Als der Vater von Claudius erfährt, dass Petrus in Rom ist, sucht er Petrus auf und verbietet ihm den Kontakt zu Claudius. – Der Grund wird im Film gezeigt.

Zu Trakar: Petrus sieht in einmal, als er durch die Stadt mit seiner Maske durch die Stadt geht. Er sieht in seine Augen und weiß, um wen es sich handelt. Daher hat Petrus ein Gespräch mit Trakar. Dies kostet Trakar bei seiner Ausübung als Gladiator fast das Leben. Was passiert kann für uns vielleicht heißen, die Masken abzulegen und uns offen zu Jesus Christus zu bekennen.

Zweimal will Petrus aus Rom weg: Zum ersten Mal, als Paulus die Todesstrafe erleidet. – Da will Petrus zurück nach Kafarnaum. Später geht er mit anderen aus Rom weg. – Was dann passiert wird schon in alten Legenden berichtet. Dies wird fast am Ende gezeigt. Nero hat Rom angezündet und gibt den Christen die Schuld Anscheinend das Ende für die Christenheit.
Doch zunächst verrät der Vater von Claudius, wer der Anführer der Christen ist. Doch Petrus ist nicht mehr in Rom. Auf den Weg aus Rom heraus, passiert eben das, wovon die alte Legende berichtet und was Petrus dazu bringt, zurückzukehren.
Beeindruckend, die Szene während der Kreuzigung von Petrus.

Die Schlussszene zeigt, was aus der Kirche heute geworden ist.

Ein absolut sehenswerter Film!

Sonntag, 14. Oktober 2018

Petrus - Die wahre Geschichte Teil 1

Fragment eines Freskos, 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, Reverenda Fabbrica di San Pietro in den vatikanische Museen
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon

Petrus, der Apostel! Was für ein Mensch war er? Was hat er gelebt?
Dieser Film erzählt von ihm. Im ersten Teil sind es vor allen die Quellen, die in der Bibel zu finden sind.
Der zweite Teil, den ich nächste Woche poste,  ist von außerbiblischen Quellen geprägt, die jedoch auf sehr alten Legenden beruhen.

Es beginnt mit dem toten Jesus am Kreuz. Maria und Johannes stehen darunter.
Dann Petrus der gedanklich einen kurzen  Rückblick zum letzten Abendmahl gibt. Jesus gibt  den Aposteln mit auf den Weg: „Ich gebe euch ein neues Gebot: Ihr sollt einander lieben, so wie ich euch geliebt habe“ – Ein Gebot, was auch heute nichts von seiner Gültigkeit verloren hat.
Es kommt öfters zu einem Rückblick in Gedanken von Petrus. So zum Beispiel die Situation, als er Jesus dreimal verraten hat.

Wieder in der Gegenwart: Die Apostel haben Angst. Was soll werden? Für sie ist klar: Petrus ist der Anführer, der ihnen zeigen soll, wie es weitergeht. „Du musst uns einen Weg weisen“ sagen sie. Er weiß es zunächst nicht. Als Johannes kommt und erzählt was geschehen ist, ist klar was passieren soll. Und Petrus sagt allen nochmals ganz deutlich:  „Jesus hat uns seine Mutter anvertraut.“ – Das ist etwas, an was wir auch immer wieder denken sollten.  Maria sagt zu Petrus: „Suche nach Jesus, er wird dich finden.“  Das ist etwas, was Zweiflern geraten werden kann. Später, fast zum Schluss des Filmes taucht Petrus bei Maria auf, weil er Rat sucht. „Ich brauchte deine Gegenwart. So wie ein Kind seine Mutter sucht, suche ich dich. – Ich muss eine schwere Entscheidung treffen“, so Petrus zu Maria. Er geht also zu Maria, wenn er etwas braucht.

Drei Tage später: Da gibt es die einen, die nicht mehr daran glauben wollen, dass Jesus der Messias war und ihre Arbeit aufnehmen wollen, die anderen haben das leere Grab entdeckt. – Jesus ist auferstanden.

Weiter geht es mit  Ostergeschichte und Inhalten der Apostelgeschichte. Vor allem, was man zwischen den Zeilen lesen kann, was man selbst hineininterpretieren kann zeigt dieser erste Teil:
Jesus erscheint nach seiner Auferstehung immer wieder verschiedenen Menschen, fragt Petrus nochmals, ob er IHN auch liebt. Kurz zuvor redet Petrus davon, dass er das Vertrauen Jesu nicht verdient. – Eine eindrückliche Szene in der sich mancher von uns wiederfinden wird. Was ich besonders gut finde: Die anderen Apostel vertrauen Petrus, egal was er getan hat. Wie sieht es heute mit den Katholiken aus? Wer vertraut dem Papst restlos, der auch nur ein Mensch ist? Stattdessen sagen viele Katholiken, dass sie keine Jünger Jesu sein wollen…

Eine aktuelle Szene, als Jesus den Jüngern erklärt, dass diese seine Zeugen sein werden.  „Und wie sollen wir das vollbringen, Jesus?“ fragt Petrus. Er bekommt von Christus die Antwort: „Bring mir deine Verwandten und dein Volk. Führe sie zu mir, mit deinen Worten und Taten.“ Wer von uns macht dies noch?

Paulus wird als erstes in einem Gespräch mit Pilatus gezeigt, die beiden wollen Geschäfte machen. Hier kommt von Pilatus der Gedanke, dass die Anhänger von Christus verfolgt werden sollen. Er rät Paulus sogar dazu. – So ist es in der Apostelgeschichte nicht zu lesen.

Deutlich zu sehen, wie schlimm die allererste Verfolgung der Christen gewesen sein muss. Hier können wir nachvollziehen, was passiert ist. – Und die Anhänger Christi sind damals ja auch geflohen, so konnte sich das Christentum ausbreiten.
Was tun in dieser Lage? Alle beten! Ganz selbstverständlich! Das Gebet steht an erster Stelle. Wie sieht es da bei uns aus?

Paulus nach seiner Bekehrung das erste Mal bei den Aposteln: Angst auf beiden Seiten, wie der andere aufgenommen wird. – Beeindruckend!
Hier sagt Paulus, dass er nicht mehr Saulus heißt. So wird es nicht gewesen sein, auch wenn wir oft davon sprechen, dass aus einem Saulus ein Paulus wird. Saulus war die jüdische Aussprache. Je mehr er aber unter den Heiden (Griechen und Römern) missioniert hat, desto mehr hat er sich mit dem römischen Paulus anreden lassen. Etwas, was ich übrigens auch in der heutigen Zeit bei vielen Menschen mitbekommen habe, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen. – Sie lassen ihren Namen deutsch aussprechen.

Gut geschildert sind auch die Uneinigkeiten, die es schon seit der ersten Zeit der Christen gab, die Streitigkeiten. – Daher kam es ja zum allerersten Konzil, dem Apostelkonzil, von dem schon die Bibel berichtet. Nur: Damals haben die Christen einen Weg zur Einigkeit gefunden, heute spalten sie sich immer mehr und mehr!


Paulus für Petrus auf einen Balkon und das ganze Volk jubelt Petrus zu. Mich erinnerte es ein wenig daran, wie die Menschen heute dem Papst zujubeln.

Ganz toll wird gezeigt, wie  die Apostel in der ganzen Welt verteilt sind, dort taufen  und das  Evangelium verkünden.

Einige Jahre später wird Petrus von Paulus nach Rom geholt. – Was er dort erlebt, erzählt der zweite Teil.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Maria Magdalena


Maria Magdalena – wer den Namen hört und die Bibel kennt, hat eine konkrete Person vor sich, eine Sünderin, eine Prostituierte, eine Besessene…
Ganz anderes nun in dem Film über Maria Magdalena, den es sich wirklich lohnt anzusehen. Und zwar nicht nur einmal, sonders öfters. Das erste Mal, um in das Geschehen hineinzukommen, dann  nochmals, um die Aussagen mitzubekommen

Es beginnt mit einer Frau, die (im Weltall) schwebt und so endet der Film auch. Zu Beginn fragt sie, wie das Himmelreich sein wird, bekommt auch eine Antwort. Während des Filmes gibt es  die Erklärung für diese Szene.

Dann der Inhalt der Geschichte, Maria, die in ihrer eigenen Familie hilft, einer Fischerfamilie.  Und sie ist Hebamme, hilft den Menschen. Maria geht mit ihrer Familie in den Gottesdienst (in die Synagoge) und sie soll verheiratet werden. Ihr auserwählter Mann Ephraim ist eingeladen und in seiner Gegenwart wird über einen Heiler gesprochen. So hört Maria das erste Mal von Jesus. Und es weckt ihr Interesse. Gleichzeitig will sie selbst entscheiden, wo ihr Weg lang geht. – Für eine Frau damals unerhört und unmöglich. Und sie geht in die Synagoge, obwohl kein Gottesdienst ist. Dazu muss man wissen, dass Juden nur zu gemeinsamen Gottesdiensten hier zusammenkommen, aber garantiert nicht außerhalb der Zeit - und erst recht nicht alleine als Frau. Kein Wunder dass die Männer der Familie sagen: „Etwas Unnatürliches ist in dir“ und versuchen, es auszutreiben. Sie tauchen Maria immer wieder ins Wasser unter, bis ihr Vater eingreift, der merkt, dass Maria fast stirbt.
Da die Familie nicht helfen kann, wird der Heiler, also Jesus geholt. Er unterhält sich mit Maria, merkt, dass sie Sehnsucht nach Gott hat. „Vertraue auf deinen Glauben“, empfiehlt er ihr. – Diese Begegnung ist der Ausschlag, dass Maria Jesus folgt. Doch erst bekommt sie noch eine Predigt von Jesus mit, sieht Krankenheilungen. Hier ist Maria sensibel genug um zu erkennen, wann Jesus erschöpft ist, weil zu viele kommen. Der ältere Bruder von Maria Magdalena fragt will sie zurückholen, fragt sich immer wieder: „Wie kann das Gottes Wille sein?“
Sie wird von Jesus getauft und tauft später selbst
Maria bekommt mit, dass die Apostel vom Königreich sprechen, welches sie errichten möchten. Für Maria kommt es an, als ob diese Soldaten sein wollen. „Der Prophet sprach von Frieden“, so Maria.
Gezeigt wird die Auferweckung des Jünglings von Nain.
Dann werden auch die Apostel zu zweit ausgesendet. – Petrus zusammen mit Maria.
Bei der Szene, die dann zu sehen ist, ist mir Mutter Teresa eingefallen. Petrus sagt später zu Maria: „Aber was du im Dorf gemacht hast – Gnade. Das war Gnade.“

Ein gutes Gespräch haben etwas später Maria, die Mutter Jesu und Maria Magdalena.  Gerade die Mutter Jesu weiß, dass von beiden Frauen viel verlangt wird/verlangt worden ist.

Dann ist die Tempelaustreibung zu sehen. – Zum Teil etwas anderes dargestellt, als wie in der Bibel beschrieben. – Und zwischendurch hat Jesus die Vision von seinem Tode. – Da merkt Judas, dass es vielleicht doch anders sein wird, als er erhofft hat. Er versucht noch mit Jesus zu reden, hofft immer noch.
Beim letzten Abendmahl ist Maria Magdalena dabei. Die Passionsgeschichte hat damit begonnen. Beim weiteren Verlauf sind sich die Apostel zunächst uneins, wissen nicht, was Jesus ihnen sagen will. Der Judaskuss, die Auslieferung Jesu. Judas hofft immer noch, dass Jesus endlich handelt.
 Es ist zu sehen, wie Jesus das Kreuz trägt – und wie es Maria Magdalena damit geht. Doch sie schafft es noch, den Weg zum Kreuz zu nehmen.
 Die Grablegung, Jesus im Grab. – Die kleinen Steine geben ist etwas typisch jüdisches: Wie Christen Blumen zum Grab bringen, bringen Juden Steine als Andenken.
Dann der Ostersonntag: Jesus spricht Maria an. Sie bringt die Botschaft den Aposteln, versucht auch nochmals die Botschaft Jesu zu ihnen zu bringen. Doch sie glauben nicht. Vor allem Petrus hat Einwände, da er sieht, wie es in der Welt zugeht. Schließlich meint er noch ihr zu glauben, doch fügt er zu: „ Du hast uns geschwächt, Maria, du hast IHN geschwächt“. – Trotzdem: Eine sehr wichtige Stelle im Film, bei der man gut zuhören sollte. Und es zeigt eines: Warum in der katholischen Kirche Maria Magdalena inzwischen den Titel „Apostelin der Apostel“ trägt.

Die Worte, die Jesus in diesem Film spricht, lohnt es sich gut anzuhören und zu bedenken. Sie sind für jeden einzelnen aktuell. So heißt unter anderem ein Satz: „Seid ihr bereit und führt ein Leben nach dem Willen Gottes?“  Und Jesus sagt, was alles dazu gehört, um zu glauben.
Joaquin Phoenix ist in der Rolle als Jesus absolut glaubwürdig.

Maria Magdalena wird dargestellt als eine Frau, die ganz in der Nähe von Jesus ist, alles von ihm mitbekommen möchte, immer an seiner Seite und auch einmal versucht, ihn zu trösten. Sie ist jemand mit einem unerschütterlichen Glauben, auch nach der Auferstehung.

Judas wird als begeisterter Apostel gezeigt, der sich auf das kommende Königreich freut. „Es wurde uns versprochen, Maria, im Königreich werde ich meine Familie wiedersehen.“ Darauf freut er sich, denkt aber, es ist ein irdisches Reich.

Mehr über Maria Magdalena ist hier zu erfahren.

Ein sehenswerter Film, den man nicht verpassen sollte und er immer wieder gesehen werden kann. Freigegeben ist dieser ab 12 Jahren.

Für 15,--€ kann man die DVD hier bekommen und Blu-ray hier.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mitGerth Medien

Sonntag, 30. September 2018

Mit Leib und Seele

Quelle: Fotolia

Serien rund um Ordensleute sind beliebt. – Schon vor fast dreißig Jahren gab es Serien, die sehr gut gemacht waren.
Letzte Woche machte ich auf „Wie gut, dass es Maria gibt“ aufmerksam. Diese Serie lief im ZDF. Ein Jahr früher begann im ARD eine Serie, deren 1. Sendung ich heute vorstelle und die über vier Staffel gelaufen ist: „Mit Leib und Seele“

Mit dem Zug kommt Pfarrer Adam Kempfert, der keinen Führerschein hat an seinem neuen Wirkungsort an. Manche Leute wissen noch gar nicht, dass es einen neuen Pfarrer gibt, andere reden schon über ihn. Gleich am  Tag seiner Ankunft hat er mit den verschiedensten Leuten Kontakt, gibt sich aber nicht unbedingt als Pfarrer zu erkennen. – Bis es eine Situation gibt, in der er eingreift… und so versucht, einen Arbeitsplatz zu erhalten. Trotzdem ist dieser Mann kurz vor dem  Durchdrehen.

Manches ist auch heute noch ziemlich aktuell. So ist in den ersten Minuten eine Schmiererei an der Kirche zu lesen, die heute auch zutreffen könnte.
Der Glaube kommt in der Serie gut durch. Als der alte Pfarrer fragt: „Hat der Bischof doch noch einen Dummen gefunden“, kommt von Kempfert die Antwort: „Der Bischof kaum, aber unser Herrgott.“ – Der alte Pfarrer spricht auch von einem „gottverlassenen“ Ort, hat seinen Glauben anscheinend zum Teil verloren. Und er erzählt von der Situation der Gemeinde. Diese spiegelt eben eigentlich die heutige Situation wieder.
 Ein weiterer toller Satz, der von Kempfert gesagt wird: „Theologen gibt es genug, Pfarrer zu wenig.“ – Daran sollten vielleicht einmal die Priester denken, die promovieren, weil sie aus der Seelsorge raus wollen. Und ich habe da einige kennengelernt, die dies zudem noch zugaben. (Wobei ein Prof. mit Ende 40 wieder in die Seelsorge gegangen ist)
Es lohnt sich wirklich immer wieder, dem alten Pfarrer zuzuhören. Er hat seine ganz eigene These, warum die Menschen nicht mehr in die Kirche gehen. Zu seinem Abschied ist die Kirche trotzdem voll. – Und es ist eine Messe im alten Ritus.
In dieser Serie gibt es zwar keinen Kaplan, aber eine Gemeindereferentin.  Wobei in dieser ersten Sendung von der Arbeit, die sie zu tun hat, nichts zu sehen ist.

Tolle Schauspieler, wie z. B. Günter Strack als Pfarrer oder Lilo Pulver als seine Schwester. Lohnt sich anzusehen.