Christliche Filme und Filme, die so mehr oder weniger im christlichen Milieu spielen, mit christlichem Hintergrund. Auch christliche Filme für Kinder und Jugendliche
Sonntag, 7. Mai 2023
Vindication, Staffel 2
Sonntag, 23. April 2023
Claret - ein Mann Gottes
Madrid in den 1930iger Jahren. Professor Azorin (eigentlich Jòse Ruiz) bekommt anonym einen
Brief zugesendet. Dazu eine negative Kritik, weil er wohl Antonius Claret
falsch eingeschätzt hat. Mit einem Freud
spricht er über Claret. Beide wissen, dass
er am Königshof von Isabell II. war. Sie überlegen laut, ob Antonius Claret
eine Beziehung mir der Königin hatte, er hätte sie manipuliert.
Doch was wissen die beiden wirklich über ihn? So befasst er sich
Azorin nochmals mit diesem Priester. Die
Kindheit von Antonius wird kurz gezeigt. Sprecher dazu ist der Professor.
Dann geht es weiter, als Antonius schon erwachsen ist. Er arbeitet
als Weber, probiert hier verschiedene
Muster für neue Stoffe aus. Schon bald hat er die Möglichkeit, mehr
Verantwortung zu übernehmen.
Als ein Mitarbeiter der Firma einen Betrug begeht, überlegt
Antonius, was wirklich sein Weg ist. „Was verlangst du von mir? Was soll ich
denn tun?“, fragt er Gott.
Antonius zieht bei den Eltern aus und wird Seminarist und
schließlich Priester. Doch auch hier ist sein Weg noch nicht zu Ende. Er fragt
sich weiterhin, was Gott will, wird Missionar und ist dann wieder in Spanien,
wo es eine „antiklerikale Atmosphäre“ gab. Die Menschen haben fast keinen
Glauben und ihm als Priester wird großes Misstrauen entgegengebracht. Trotzdem hilft er, wo er kann, packt mit an. Gleichzeitig
verteilt Claret kleine Schriften, die er selbst verfasst hat, um so die Leute
zum Glauben zu bringen.
Wegen des Krieges flieht er auf die kanarischen Inseln und gründet
dort eine Gemeinschaft von Priestern. Hier sagt er einiges, was total aktuell
ist. Wie es einem Priester geht, wie er angegriffen wird: „Wir werden auf
Schwierigkeiten, Entmutigung und Selbstbewusstseinsverlust stoßen. Manche
werden euch einfach für das hassen, was ihr seid. Dennoch müsst ihr ihnen
beistehen…“. Sieht es heute nicht ähnlich aus? Es lohnt sich, die weitere
Ansprache an die Mitbrüder gut anzuhören, evtl. auch durch zu meditieren.
Claret hat auch Feinde, die ihn weghaben wollen, anklagen. Er wird
so einfach zum Bischof von Kuba ernannt.
So ist er nicht mehr in Spanien. Auch in Kuba reformierte er die
Pastoral. Er behandelte Arme und Reiche gleich. Bespiele davon sind im Film zu sehen. Den
Reichen passt das Verhalten von Claret nicht. Was mit Sklaven passiert, die
sich nicht daran halten ist zu sehen. Auch was mit denen passiert, die sich
freikaufen und Claret folgen. Mutig ist er auch, wenn es um Eheschließungen
verschiedener Hautfarben geht. So bringt er sich und seine Mitbrüder in Gefahr.
Antonius wäre es am liebsten, die Sklavenarbeit würde abgeschafft. Er sieht
sich hier in der Nachfolge Christi, ansonsten hält er sich aus der Politik
raus. Trotzdem scheint er für viele zu gefährlich zu sein und so wollen die
Reichen handeln…. Wie ist im Film zu sehen.
Auch in Spanien spricht sich das Wirken von Claret rum. Er wird
als „Quälgeist“ angesehen, da er gegen die Sklaverei ist. So ist für die
Reichen klar, dass etwas geschehen muss: „Wenn er das Leben der Schwarzen so
liebt, können wir vielleicht seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen, indem wir
diesen freiheitsliebenden Erzbischof
selbst versklaven.“ Claret wird an den spanischen Hof berufen, ist dort
für die Königin Isabella II und deren Kinder zuständig. In Spanien will sich Antonius auch
nicht in die Politik einmischen. „Der Altar ist schon jetzt zu nah am Thron“, so seine Worte zur Königin.
Bald gibt es Gerüchte, da Claret ziemlich oft bei der Königin sein
soll.
Claret merkt dass er sozusagen Gefangener ist. Er fragt Gott: „Wenn
du mich in die Welt gesandt hast, um dein Wort zu verkünden, warum bin ich dann
hier gefangen?“ Er wünscht nichts sehnlicher, als von seinen Aufgaben erlöst zu
werden.
Egal, was Antonius macht, er wird immer angegriffen.
Erst als die Könignin fliehen muss, ist Claret sozusagen frei.
Nebenbei erhält man in diesem Film einen kleinen Blick in die
Geschichte der Skalverei auf Kuba zumindest zu Lebzeiten von Antonius Claret.
Auch wird gezeigt, dass eben auch Geistliche Vorurteile gegenüber Sklaven
haben. Aber auch, was mit freigekauften Sklaven passiert ist zu sehen. Kein
schöner Anblick.
Ebenso bekommt man Einblick in den Bürgerkrieg mit all seinen
Toten
Interessant ist auch, wie ähnlich die Zeiten von Claret und dem
Professor sind. Beim Sehen ist es zu erkennen.
Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren. Jünger sollte auf alle Fälle keiner sein, der
den Film sieht, evtl. sogar etwas älter.
Für 15, --€ ist die DVD hier zu erhalten Diese kann man auch in Originalsprache Spanisch ansehen.
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien
entstanden
Sonntag, 16. April 2023
Church People
Da wir noch Osterzeit haben, stelle ich einen Film vor, der zu
dieser Zeit passt, auch wenn es hier um die Vorbereitung auf Karfreitag geht:
Jugendliche, die zu einer Veranstaltung gehen.
Im Gebäude werden Bücher
verkauft, es geht zu wie in einer Disco. Am Mischpult sitzt ein Mann, der nun die
Hauptperson begrüßt: „Sein offizieller Titel lautet: Jugendpastor der Saint
Hills Nachbarschaftskirche.“ Es handelt sich um Guy, der sozusagen auf Tournee
ist. Ihm wird ein Wasserball zum Signieren gegeben. – Die Kirche (Jonathan) ist überzeugt: Daraus
könnte ein Geschäftsmodell entstehen. Es wird auch sofort umgesetzt.
Noch während der Tour ist
für Guy wesentlich: „Ich hoffe, sie haben das Evangelium im Herzen.“ Jonathan ist noch etwas anderes wichtig: „Das
Wasserballding, das machen wir einfach weiter. Von nun an bist du nämlich der ‚Wasserballguy‘.“
Das ist Guy noch so angenehm. Doch notgedrungen macht er mit, macht sich zur
Marke. Ob dies wohl gut geht? Ein Blick auf die nächste Veranstaltung zeigt
es. Johnathan findet es gut, dass die
Jugend interessiert ist. Die Antwort von Guy: „Ehrlich, interessiert ist ein
christlicher Ausdruck für Irrsinn.“
Guy möchte das Ganze nicht mehr
mitmachen, er will aus diesem Spektakel raus. Pastor Skip sieht dies etwas anders. Dies wird
ziemlich deutlich gezeigt. Mehr noch, Skip ist klar: „Ich brauche etwas
Mächtiges, für Karfreitag und Ostern.“ Schon so viel ist gemacht worden, wie
kann dies noch überboten werden? „Und
wenn du diesmal kürzer trist?“, ist die Antwort von Guy. Doch da möchte Skip nicht mitmache. Er will alles bisher
Dagewesene überbieten, weil mehr Leute kommen und so mehr Leute das Evangelium
hören. Hier wieder eine Gegenfrage von Guy: „Ob diese Rechnung aufgeht?“
Skip und Guy haben bei ihren Gottesdiensten grundsätzlich
verschiedene Ansätze, wie zu sehen ist: Skip legt Wert auf Action, Guy auf die
Bibel. – Daher will Guy irgendwann bei dieser Kirche nicht mehr mitmachen. Das
lässt Skip aber nicht zu.
Dann hat Skip eine Idee: Karfreitag findet eine Kreuzigung statt!
So wie in Mexiko oder auf den Philippen –Keine Passionsspiele sondern eine echte
Kreuzigung. Gleichzeitig soll Konfetti in den Altarraum geschossen werden. Guy
ist dagegen für ihn ist das Verspottung des Evangeliums. Und dann erfährt er,
dass er derjenige ist, der sich kreuzigen lassen soll! Guy ist dagegen, will
nicht. Und zum wiederholten Male sagt er: „Das Evangelium sollte reichen!“
Nachdem mehrere Personen
sich weigern, sich kreuzigen zu lassen, findet sich Blaise, ein neubekehrter Jugendlicher, der sich dafür
begeistert. – Er will sich kreuzigen lassen. Guy und Carla versuchen mit den
Eltern des Jungen und mit ihm selbst zu sprechen. Ob das was bringt?
Kann Guy überhaupt noch etwas bewirken? Denn auf einmal taucht
seine Tochter Gretchen auf. Während zuvor die
Kündigung von Guy bei der Kirche nicht angenommen wird, wollen ihn die
Vorstände jetzt möglichst schnell aus der Kirche entlassen. Was hat die Tochter
damit zu tun? Die Antwort findet sich im Film.
Dann kommt der Karfreitag. Die Kirche ist so voll, wie fast noch
nie. Wie sieht es mit der Kreuzigung aus? Findet sie statt?
Ein Nebenschauplatz ist die Geschichte um Carla, die Tochter von
Pastor Skip. Er möchte sie verkuppeln,
nachdem sie ihre Verlobung gelöst hat.
Ob das wohl klappt?
Und aus katholischer Sicht: Ein Gespräch zwischen Skip und seiner
Tochter Carla zeigt, warum der Zölibat seine Richtigkeit hat. – Auch wenn
dieses Thema gar nicht angesprochen wird.
Ein humorvoller, satirischer Film. Und gerade, weil hier so
überzogen gezeigt wird, wohin es führt, wenn man den Gläubigen möglichst viel
bieten will, ohne jedoch auf den Glauben zu schauen, hat er allen
Kirchengemeinden etwas zu sagen. –Gerade das Ende des Filmes zeigt dies.
Alle Verantwortlichen der Gemeinden, die überlegen, wie man wieder
mehr Mitglieder in die Kirche bringt, sollten sich diesen mal ansehen. Es steckt da wirklich eine Botschaft drin.
Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren.
Für 15, --€ ist die DVD hier zu erhalten
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien
entstanden
Sonntag, 2. April 2023
Chiara Lubich - Die Liebe besiegt alles
Rom im Jahre 1950: Chiara Lubich muss sich im Vatikan zu ihrer
Gemeinschaft verantworten, soll Fragen beantworten. (Mussten vor ihr schon
viele andere Gründer von Gemeinschaften, die dem Vatikan nicht ganz geheuer
waren)
Als gehorsame Tochter der römisch-katholischen Kirche geht sie auf alle Forderungen ein und steht Rede und Antwort
Dann der Rückblick mit dem Hauptfilm.
Chiara ist während des Krieges in Trient während der Semesterferien
Lehrerin. Dabei kümmert sie sich nicht nur um den Unterricht, sondern sorgt
dafür, dass die Kinder während des Krieges in Sicherheit kommen. Die
Auswirkungen des 2. Weltkrieges werden gut gezeigt.
Familienmitglieder und Freunde von Chiara werden auch vorgestellt.
Die Familie ist auf die Einnahmen von Chiara angewiesen, der
Bruder Gino ist Arzt – und politisch aktiv, wie später zu sehen ist.
Hier werden Fragen gestellt, die bis heute wahrscheinlich jeder
Mensch nicht so richtig beantworten könnte. So verliert ein Camillo im Krieg
seine Eltern durch einen Bombenanschlag. Er hat für seine Eltern und für sich
gebetet und fragt: „Weshalb hat Gott mich nicht gehört?“
Trotz des Leids, welches Chiara sieht, verliert sie ihren Glauben
nicht. Vor einer Marienstatue hat sie den Eindruck die Stimme zu hören „Gib
dich mir hin“. Diese Stimme kommt für sie von Gott. Chiara spricht mit einem
Franziskaner darüber. Ordensfrau möchte
sie aber nicht werden. Der Pater hält Chiara für verwirrt. Er lässt sie aber
ein Evangelium mitnehmen, was ungewöhnlich ist. (Dazu muss man wissen, dass in
der damaligen Zeit, Katholiken die Bibel nur in der Kirche hörten, aber nicht
selbst lasen. – Wer das machte, galt nicht als katholisch und machte sich
verdächtig. Von meiner Mutter erfuhr ich das mal)
Einer der Sätze, die Chiara
im Evangelium liest lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Was
bedeutet dies für Chiara? Wie setzt sie diesen Satz um? Es ist eindrücklich zu
sehen.
Nach einer Zeit der Prüfung ist Chiara wieder bei dem Franziskaner.
Sie hat einen Entschluss gefasst. „Sind Sie sicher?“, fragt der Pater. Er macht
Chiara darauf aufmerksam, dass Sie alleine in der Welt sein wird, da sie keine
Nonne werden möchte. Die Antwort von Chiara: „Ich bin jetzt bereit auf meine
Eltern und mein Studium und meine Schüler zu verzichten. Auf alles was ich bis
jetzt in meiner kleinen Welt hatte“. Sie legt in eine Messe eine Privatversprechen
vor diesem Ordenspater ab, heiratet sozusagen Gott.
Kleiner Exkurs: bei diesem Teil des Fimes wird nochmals die
Befragung durch den Vatikan eingeblendet. Hier behaupten die Kardinäle, dass
noch nie eine Frau mitten in der Welt sich Gott verschrieb und in der Welt
blieb, seit es das Christentum gab. So
stimmt dies aber nicht. In den ersten Jahrhunderten gab es noch die
Jungfrauenweihe. Leider nicht lange. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil gibt es
diese wieder und es sind immer mehr Frauen (auch in Deutschland), die diese vor
dem Bischof auf Lebenszeit ablegen.
Chiara trifft sich mit ihren Freundinnen, liest auch mal aus dem
Evangelium vor. Dadurch bekommt sie Schwierigkeiten durch einen Diözesanpriester.
„Man kann das Evangelium nicht ohne Priester lesen“, so seine Worte. Und
weiter: „Kommt besser zum Katechismus“. Später geht er zum Bischof, um diese
Freundinnen anzuklagen. Wie reagiert der Bischof wohl darauf?
Als Chiara mit ihren Freundinnen zusammen sieht, wie die Leute
durch den Krieg unter der Not leidet, hilft sie einfach, ganz unkonventionell.
Überall wo Not ist, wird geholfen. Chiara hat dabei immer das Evangelium vor
Augen. Doch nicht allen Eltern der Freundinnen ist dies recht. Sie machen
sowohl den Töchtern, als auch Chiara Vorwürfe.
Trotz allem bleiben die Freundinnen zusammen, kümmern sich
weiterhin um diejenigen, die es nötig haben. Selbst dann, wenn sie nichts haben.
Sie ziehen zusammen. Und weil so viel Freude in diesem Hause ist, wird bald gedacht, dass es sich hier um ein Freudenhaus
handelt.
Chiara schafft es, dass die Menschen in Trient trotz des Krieges
sich untereinander vertrauen. Obwohl man nie wissen kann, auf welcher politischen
Seite einer steht.
Schon bald wollen auch
andere Frauen ein Gelübde ablegen, wie es Chiara hat, sich also ganz und gar an
Gott binden. Doch es gibt auch Personen, die Chiara ablehnt.
Und dann ist der
Krieg vorbei. Chiara bringt zwei Männer, die sich politisch hassen (einer hat
zu Hitler gehalten, der andere unter ihm gefoltert), dazu miteinander zu
sprechen. Wie geht das wohl aus?
Zwischendurch wird auch ein Teil von Ines, einer Freundin von
Chiara erzählt. Sie ist in einer reichen Familie aufgewachsen und verlobt. Wie
ergeht es ihr mit der Gruppe?
Am Schluss wird das
Ergebnis der Anhörung gehört, die über zwei Jahre ging. Hat Chiara Grund zur
Freude? Nur so viel sei verraten. Wieder gehorcht sie der katholischen Kirche.
Als Ausklang werden noch
Bilder aus dem Leben von Chiara Lubich gezeigt, um Einblick in ihr Leben zu
geben.
Ein toller Film für alle, die mehr über Chiara Lubich erfahren
möchten. Vor allem auch für jene, die sie nicht nur vom Hörsagen kennen,
sondern mitbekommen haben, zum Teil selbst gesehen haben. Schließlich lebte sie
bis 2008. (Daher konnte ich sie bei einer Veranstaltung auch einmal erleben)
Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Für 15, --€ ist die DVD hier zu erhalten. Und es lohnt sich immer, das Original zu kaufen. Hier kann man diesen dann auch noch in der Originalsprache ansehen.
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien
entstanden
Sonntag, 12. März 2023
The Chosen - deutsch, Staffel 2
Es lässt hoffen, denn: Wer ist es denn, der da in der Nachfolge Jesu ist? Wenn ich mich dann so ansehe (oder jeder, der sich die Staffel ansieht): Dann können wir mit all unserem Sein genauso berufen sein. So sagt Philippus zu Matthäus: "Weißt du, ich war auch mal jemand anderes. Doch triffst du den Messias, zählt nur noch, was du bist. Erinnere Simon daran, dass die Menschen da draußen uns meist nach unserer Vergangenheit beurteilen, unseren Sünden..." Ganz menschlich werden diese Jünger dargestellt.
Wie geht es den Jüngern damit, dass sie immer wo anders sind, überlegen müssen/wollen, was Jesus als nächstes macht?
Und: Sind es wirklich nur Vorträge? Oder hat es vielleicht anders stattgefunden? Dialoge?
Warum predigt Jesus überhaupt? Einmal erklärt er den Jüngern dies.
Wie könnte das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter entstanden sein?
Auch in Gruppen könnte man die einzelnen Episoden ansehen und dann darüber diskutieren.
Für 20,--€ ist die DVD hier und die Blu-ray hier zu erhalten
Sonntag, 26. Februar 2023
Gott ist nicht tot - Wir sind das Volk
Vorspann:
Ronald Reagan, Präsident der USA. „Die Freiheit ist eine zerbrechliche Sache.
Und sie ist nur eine Generation vom Aussterben entfernt. Sie ist nicht unser
Erbe. Sie muss von jeder Generation ständig erkämpft und verteidigt werden…“
Gleichzeitig zu sehen: Kriegsgräber, Mahnmal eines Soldaten…. und
Pfarrer Dave. Ihm fällt der Satz ein: „Denn nicht du wirst sprechen, sondern
der Geist deines Vaters, der durch dich spricht.“
Dann beginnt der Hauptfilm. Es ist eine Woche früher bei Familie Mc Kinnon. Der Vater geht zur Arbeit,
die Mutter empfängt Kinder. In der Wohnung wird Unterricht gegeben, da es in
den USA zwar eine Lernpflicht, aber keine Schulpflicht gibt. Dieser
Hausunterricht wird unterbrochen von
einer Mitarbeiterin des Sozialdienstes, die den Hausunterricht überprüfen soll.
Sie hat eine Liste dabei und taucht auf,
als Religionsunterricht stattfindet. Reverend Dave spricht über die
Noah-Geschichte. Damit hat die Mitarbeiterin des Sozialdienstes
Schwierigkeiten. Mal richtig hinhören, was sie alles anspricht, außer dass sie
vom „Noah-Mythos“ spricht. So gibt sie das Ganze an die Aufsichtsbehörde
weiter.
Im Laufe des Filmes kann man mitbekommen, dass dieser Besuch
Folgen hatte, denn Religion wurde von den staatlichen Schulen entfernt. „Sie
lehren Kinder, dass sie Gott nicht brauchen“, so der Mr. Mc Kinnon in dessen
Haus der Unterricht stattfindet
Schließlich landet der Unterricht im Familiengericht. Viele
Vorwürfe werden vom Sozialdienst vorgebracht.
So haben die Eltern zehn Tage Zeit, sich den Vorschlägen des Gerichtes
und Staates anzupassen. Die Ausführung der Richterin dazu ist sehr
einleuchtend. Das Gericht erklärt
gleichzeitig, dass die Kinder für diese Zeit eine Betreuung vom Staat haben. –
Und: Es wird auf den Reverend verwiesen, der sehr wohl weiß, was es heißt, sich
gegen den Staat zu stellen. (Teil 3 der Filme)
Mitten in dieser Situation bereitet Pfarrer Dave einen Predigt mit
der Frage: „Wie sieht der Glaube aus?“
Für einen befreundeten Pfarrer aus Nigeria, der inzwischen verstorben
ist, ist es eine relative Frage. Dave
sieht in vor sich und dessen Erklärung, was glauben für Christen in Nigeria
heißt. Ein wichtiger Unterschied zur westlichen Welt: „Sie sagen nicht: „Oh,
ich muss zur Kirche“, sie sagen: „Oh, es ist Sonntag, ich darf in die Kirche.“‘
Und dies, trotz der Schwierigkeiten, die hier erzählt werden. . Hier sollte
jeder mal zuhören und überlegen, ob er
da nicht noch viel mehr vom Christentum erzählen sollte. Er endet mit
dem Bibelspruch: „Wem viel gegeben wird, dem wird viel abverlangt.“
Ein Abgeordneter namens Smith aus Washington will den Eltern
helfen, eine Woche später ist eine Abordnung in Washington. Von Smith ist über das Verständnis der Religionsunterricht
in der Schule, den es nicht gibt zu erfahren. (Übrigens auch in vielen
europäischen Ländern nicht, z. B. der Schweiz) Sehr aktuell, was er sagt, es
lohnt sich, hinzuhören.
Smith bringt den Eltern bei: „Als Gläubige haben wir den Berg der
Politik zu lange verlassen. Wir haben entschieden, dass es für Christen einfach
zu gefährlich ist, diese Arena zu betreten. Also überließen wir ihnen jenen,
die aus eigenen egoistischen und weltlichen Gründen dorthin wollten, in der
Hoffnung, das alles gut wird.“
Bei der Anhörung vor dem Senat, überrascht Taylor, einer der
Mütter, die ihren Sohn zu dem Hausunterricht sendet. Einiges ist im Vorfeld
über sie zu erfahren, aber noch viel mehr dort. Der Vorsitzende der Anhörung
hat jedoch schon lange entschieden, wie es weitergehen soll. – Hat da die
Elterninitiative überhaupt noch eine Chance?
Es geht überraschend aus.
Wieder mit dabei Martin, der Chinese, der Christ wurde und die Muslimin
Aysha, die Christin wurde –Bekannte Gesichter, auf die man bauen kann. An deren
Dialog kann man sehen, wie aktuell der Film ist, es kommt die Sprache auf die
Christenverfolgung in China, aber auch die Verfolgung der muslimischen Uiguren.
Aysha, ist immer noch mit tief im Innersten mit Ihrer Familie verbunden und machte einen
schlimmen Fehler, eine Unachtsamkeit, die einiges für sie verändert.
Viele Nebenschauplätze sind zu sehen, wie Brandon, der Sohn der Familie Mc Kinnon in der der
Unterricht stattfindet, der ein Auto kauft, aber da noch etwas anderes ist.
Auch sonst ist der Film etwas anders als die ersten drei Teile. Es
ist einiges über die Geschichte Amerikas zu erfahren, ein paar Gesetzestexte
und über das Verständnis der Freiheit.
Der Titel des Filmes „Wir sind das Volk“ hat mich persönlich an
die letzten Jahre der DDR erinnert, die ich als junge Erwachsene
miterlebt habe: Die Menschen sind dort betend beieinander gewesen, jeden
Montag. Sie sind nach dem Gottesdienst
mit Kerzen auf die Straße gegangen und riefen „Wir sind das Volk“. – Das
Gebet bewirkte hier also sehr viel. Ob es in diesem Film genauso ist?
Es lohnt sich den Film anzusehen, mit älteren Jugendlichen, Firmgruppen
oder Konfirmanden. Der Film regt zum Nachdenken an.
Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Für 15, --€ kann man hier die DVD und hier die Blu-ray
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien
entstanden
Auf diesem Blog sind auch die Besprechungen von Teil 1, Teil 2, Teil 3 und die Trilogie nachzulesen.
Sonntag, 19. Februar 2023
Lucy und der traurige Mann
Weiterhin träumt Lucy. Und sie ist sich sicher, dass diese Träume
auch eine Bedeutung haben. So kommt dort ein trauriger Mann vor. Für Lucy ist
klar, dass dieser Mann lebt und sie schließt daraus: „Also werden Jesus und ich
Freunde von ihm.“ Später sagt sie zu ihrem Vater über diesen Mann: „Er braucht
dringend Hilfe.“
Während Lucy von diesem Mann träumt, gibt es gleichzeitig einen
Sträfling namens Edgar, der neue Nieren braucht. Er will aber nichts mit Gott
zu tun haben, denn er ist sich seiner Schuld bewusst und meint: „Ich bekomme
genau das, was ich verdiene.“ Der Pfarrer spricht daher auf ihn ein. Einfach
mal hinhören, was er sagt.
Durch ihre Krankheit muss Lucy ins Krankenhaus. Hier trifft sie Edgar, der auch eingeliefert wird. Sie
erkennt ihn als den traurigen Mann, von dem sie geträumt hat.
Lucy will zu Edgar Kontakt aufnehmen. Und obwohl er streng bewacht
wird, schafft sie es auch. Sie hat
Hilfe, um an dieser Wache vorbeizukommen. Von wem? Nun, dass zeigt sich
in diesem Film.
Lucy unterhält sich mit Edgar, sagt ihm, dass sie Freunde werden
wollen und dass auch Jesus dieses Gesicht im Traum gezeigt hat. „Ich will keine
Freunde und ich glaube auch nicht an Gott“, ist die Antwort von Edgar. Lucy
erwidert ihm darauf: „Jesus glaubt aber an dich.“
Lucy bekommt auch mit, dass der Wachmann nicht besonders nett zu
Edgar ist. Er hat ein Familienfoto von Edgar zerrissen. So mag Lucy diesen
Wachmann nicht. Sie überlegt laut: „Wir sollen unseren Nächsten lieben, wie Jesus,
aber sollen wir dann auch die gemeinen Leute lieben?“
Lucy ist im Gegensatz zu Edgar auch überzeugt, dass er seine
Familie wieder sehen wird, dass diese ihm alles vergeben werden. Die beiden
bleiben im Kontakt, Lucy macht Edgar Mut, dass für ihn alles wieder gut wird.
Die Tage vergehen, Lucy geht immer wieder zu Edgar. Zwischendurch
trifft sie dabei andere Menschen, denen sie auch von Gott erzählt. Lucy weiß,
dass sie in dieser Zeit begleitet wird und es geht ihr gut. Doch wenn sie
wieder im Bett geht, geht es ihr immer schlechter. Ihr ist auch ziemlich klar,
dass sie sterben wird. Zu ihrem Vater sagt Lucy: „Ich werde an deiner Seite
sein und ich werde dich immer lieben.“ Gleichzeitig hat sie einen besonderen
Wunsch für Edgar. Ob sich dieser Wunsch erfüllt?
Ein toller Film für die ganze Familie, eigentlich zur
Weihnachtszeit, aber er kann auch das ganze Jahr angesehen werden. Und auch die
Kinder können diesen sich schon mit ansehen.
Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren.
Für 15, --€ ist die DVD hier zu erhalten
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien
entstanden