Sonntag, 12. August 2018

Ein komischer Heiliger

Quelle: Fotolia

Etwas länger habe ich mir überlegt, ob ich diesen  Film vorstellen soll, denn niveauvoll ist dieser überhaupt  nicht.  Aber er ist immerhin lustig. Und: So könnte man es heute nicht mehr drehen, denn einiges, was hier gezeigt wird, ist inzwischen Wirklichkeit geworden. Doch 1979 war eben einiges noch anders.

Nun zum Inhalt:
Am Münchner Hauptbahnhof steigt ein junger naiver Mann, der Landwirt ist, aus dem Zug aus. Unter dem Arm eine Bibel. Er hat eine „innere Umstellung“ gemacht, sich dadurch bekehrt und möchte jetzt „seelsorgen“. So kommt er zunächst zur Bahnhofsmission, stellt sich als Wolfgang Fierek vor. Als er abgelehnt wird, weil er keine Ausbildung hat, kommt die Antwort von Fierek: „Schauen Sie, unser Herr hatte auch keine Ausbildung.“ Weiter geht zum Schalter. Die Angestellten (Bahnpolizei) fragen erst mal nach, ob gegen diesen Herrn „Viereck“ etwas vorliegt. Da Fierek aber unbedingt helfen will, wird er weiter gesendet. Um es milde auszudrücken: In das Amüsierviertel.
Fierek landet zunächst bei einer Piep-Show. Dort hält er sich die Augen zu. In einem Amüsement lässt er die Musik ausstellen, weil er solche Musik nicht anhört. Und er trinkt keinen Alkohol. In einem weiteren ähnlichen Lokal grüßt er mit „Der Herr sei mit euch.“ Dort will er eines der Lieder singen, hinter denen er stehen kann. Es ist ein christliches Lied.  Fierek wird rausgeworfen.
Fierek hat auf die Bardame  Fräulein Baby einen positiven Eindruck hinterlassen, so dass sie sich ihm anschließen will. Doch dies hat zunächst für beide Folgen. Im Laufe des Filmes ist jedenfalls zu merken, dass Fräulein Baby aus dem Milieu, in dem sie arbeitet, raus will.

Nächste Szene: Krankenhaus
Baby spricht mit ihrem Anwalt. Sie will aus der Prostitution raus, weiß aber nicht wie. Zugleich entdeckt sie Fierek im Krankenhaus, der von einigen für verrückt erklärt wird. Unter anderem deshalb, weil er erzählt, dass jemand, der im Krankenhaus ist, einen Mord begehen will. – Es handelt sich dabei um Fräulein Baby. Als bekennender Christ will Fierek dies natürlich verhindern. – Doch hier merkt man auch, dass er die Bibel nicht so richtig kennt, denn er sagt zu Fräulein Baby: „… aber eines weiß ich ganz genau: Das ist das 1. Gebot: Du sollst nicht töten!“
Fräulein Baby macht sich auf, um ihr Anliegen in die Tat umzusetzen. Zwischendurch  fällt dabei das Wort Ostzone. Für die jüngeren: Es handelt sich um die damalige DDR.
Da Fräulein Baby keinen Revolver bekommt, bedient sie sich anderer Mittel, um den Zuhälter loszuwerden. – Fierek erfährt später, dass es sich um Hexerei handelt und sieht, wie Fräulein Baby Tarock spielt. – Etwas, was sich mit dem Christentum nicht vereinbaren lässt.
Als Fräulein Baby sich die Karten ansieht, nutzt Fierek die Gelegenheit, um zu gehen. Kaum in der Stadt, missioniert er wieder.  Gar nicht so schlecht, was er dabei zum Thema Liebe sagt: „Viele von Ihnen kennen gar nicht mehr das richtige Wort Liebe. Sie meinen Liebe ist ein Pelzmantel, oder Liebe ist ein Fernseher. Aber bist du wirklich zufrieden?“
Fräulein Baby will Fierek unterstützen. Sie hat gelernt, dass Geld immer ein guter Türöffner ist.  So gibt sie viel Geld aus, damit noch mehr Geld für gute Zwecke eingenommen wird. Doch es klappt nicht so, wie sich die beiden das vorstellen, Fierek landet sogar im Gefängnis, denn Fräulein Baby verwendet zum Teil nicht ganz legale Mittel.
Für Fierek ist klar, dass er wieder nach Hause fährt, er hat nichts erreicht. Und was wird nun aus Fräulein Baby?

Was im Film gut zu erkennen ist: Fierek spielt einen Christ ohne Wenn und Aber. Einen entschiedenen Christen, wie es diese heute immer mehr und mehr gibt. 


Der Film beinhaltet einige Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.
Und: Leider sind ein paar Minuten rausgeschnitten worden. Eigentlich ist dieser Film länger. Es ist auch zu merken, dass da gefuscht wurde.



Sonntag, 5. August 2018

Ignatius von Loyola


Kämpfer – Sünder – Heiliger
So lautet der Untertitel zu dem Film. Dies sagt also schon einiges über Ignatius/Inigo aus.
Die Grundlage dieses Filmes ist die Selbstbiographie von Ignatius, „Der Bericht des Pilgers“, welche die Jahre 1521 bis 1538 umfasst.

Es beginnt mit einem Rückblick, mit der Kindheit von Ignatius.
Die Mutter von Ignatius ist vor kurzem gestorben, sein Vater scheint ihn dafür verantwortlich zu machen. Außerdem ist einer der Brüder bei einem Kampf ums Leben gekommen. – Für den Vater ein herber Verlust, aber von Ignatius will er nichts wissen.
Rückblicke auf die Kindheit werden öfters gezeigt.
Neuer Abschnitt: Ignatius ist erwachsen, hat Frauengeschichten. Gleichzeitig herrscht Krieg: Frankreich steht vor den Toren, befindet sich mit Spanien im Krieg.
Ignatius ist ein stolzer Soldat, der im Kampf sterben möchte.  Doch es kommt anders. Dennoch: Sein ganzes Leben ist von diesem Soldatenleben geprägt.
Welche Beziehung Ignatius zu Gott hat, lässt sich sehen, als ein Dominikaner, Pater Sanchez,  in vor der Schlacht fragt, ob er beichten möchte. Ignatius lehnt ab mit den Worten: „Wenn das hier endet, ist der Krieg vorbei, Pater.“
Ein großer Stein zerfetzt ein Bein von Ignatius, somit ist sein Soldatenleben zu Ende. Während er auf dem Krankenlager ist, möchte Ignatius lesen. – Die einzige Literatur, die zu finden ist, ist fromme Literatur. Sehr eindrücklich ist zu sehen, wie es ihm damit geht, denn er hält gar nichts davon.
Ignatius sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben. Hier ist eine Äußerung zu hören, die in die heutige Zeit passt, von manch einem auch so gesagt werden könnte: „Ich frage mich, wieso wurde ich in so langweiligen Zeiten geboren. Alles ist schon getan. Es gibt keine Rätsel mehr zu lösen, keine Drachen zu bekämpfen oder Mädchen zu retten.“ Zur Antwort bekommt er: „Die Welt verändert sich, Inigo. Vielleicht ist es Zeit für einen neuen Traum.“ Ohne es  zu ahnen, verwirklicht er den Traum, das Neue, was Gott ihm zugedacht hat.
Aus Langeweile liest Ignatius schließlich die Bücher, die er bekommen hat, begibt sich in die Welt der Heiligen, fühlt sich angesprochen. „Könntest du es nicht auch tun?“ lautet eine Frage.
Ignatius ändert sich, will seine Berufung leben, doch die Familie will ihn daran hindern. Vielleicht ein kleiner Trost für all diejenigen, denen es in der heutigen Zeit genauso geht, die sich von der Familie in ihrer Berufung nicht verstanden fühlen.
In dieser Zeit fängt er an, die geistlichen Übungen auch mit anderen Menschen auszuprobieren. Er fragt eine Frau, sich Jesus auf dem Stuhl vor ihr vorzustellen. – Ich selbst habe an dieser Stelle auch mitgemacht und rate es jedem.
Auf seiner Pilgerreise weiht Inigo sein Leben der Heiligen Jungfrau Maria. – Wie er zuvor als Ritter in der Welt alles geben wollte, will er dies nun als Ritter für die Muttergottes sein.
Auf seinen Weg als Pilger, auf den Weg nach Jerusalem erlebt Ignatius so einiges, hat auch mystische Erlebnisse. Es zeigt auch, was er selbst alles durchmachen musste, bis er  - und seine Gemeinschaft – anerkannt wurden.
Es lohnt sich, die Verteidigungsrede von Pater Sanchez für Ignatius zu hören. – Parallelen zu heute: „Die Kirche war schon immer kaputt! Aber unsere Kirche lebt. – Und um am Leben zu bleiben, müssen wir Menschen wie ihm zuhören, Menschen, die bereit sind, an die Frontlinie zu gehen und die Kirche an ihre eigene Angst zu führen.“

Wer den Film ansieht, wird sich in verschiedenen Bereichen finden können.
Deutlich ist zu merken: Es ist nie zu spät, seiner Berufung zu folgen.

Es lohnt sich, das Making Of  anzusehen. Der Film wurde von Jesuiten für die heutige Generation gemacht, die Youtube und Facebook erinnern, vieles ist eben von der heutigen Zeit mit eingeflossen.

Freigegeben ist dieser Film ab 12 Jahren. 
Für 15,--€ ist die DVD hier zu erhalten

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien

Wer noch mehr über Ignatius erfahren möchte, kann hier nachlesen

Sonntag, 29. Juli 2018

Wie im Himmel


Ein Kornfeld und darin ein Junge, der Geige spielt. Andere Kinder kommen und suchen den Geigenspieler, der wegläuft. Vermutlich wird er von ihnen verschlagen. So beginnt dieser Film. Es ist ein Rückblick. Ein Rückblick in das Leben von Daniel. Kurze Rückblicke werden immer wieder eingeblendet.
Szenenwechsel. – Ein Konzert und Bluttropfen auf dem Notenblatt.  Daniel, der an sich und andere die höchsten Ansprüche stellt, erlebt einen Herzinfarkt.
Mit diesem Herzinfarkt beginnt die Geschichte: Daniel kehrt in das Dorf seiner Kindheit zurück, kauft dort das alte Schulhaus. Er hat einen neuen Namen, so dass ihn kaum jemand erkennen wird.
 Keine Termine, Daniel lernt zu leben, kann sich freuen wie ein kleines Kind. Und er lernt die Menschen der Gemeinde kennen.
„Man fragt sich: Was hat er hier vor?“ So der Pfarrer Stig Berggren zu Daniel. Seine Antwort: „Ich hab vor, zuzuhören. Und er schaut auch richtig hin. Doch mit der Musik, will er nichts mehr zu tun haben. Später nimmt er doch die Kantorenstelle an.
Daniel weiß, wie man Menschen fördert, ihnen Mut macht. Als er sich zum ersten Mal den Kirchenchor anhört, gibt er als Feedback: „Ich komm gerad hier vorbei und da hör ich Gesang.  Und da ist vieles ziemlich schön.“
Daniel merkt ziemlich schnell, dass nicht alles in der Gemeinde gut ist, er sieht die Probleme.
Die Kantorenstelle hat sich Daniel leichter vorgestellt, als sie ist, vieles läuft anders als im professionellen Musikgeschäft. Doch schließlich kommt er an die Leute ran. Zunächst wird wenig gesungen. Doch dann gelingt es – und vor allem findet jeder seinen jeweils eigenen Ton.
Bald kommt es zu Problemen mit dem Stig. Ihm ist nicht recht, was Daniel als Kantor macht.
Was auch zu merken ist: In dem Dorf wird viel „unter dem Tisch gekehrt“. Da wird auf der einen Seite anderen nicht alles gesagt, auf der anderen Seite gibt es Menschen, denen es wichtig ist, ihr eigenes Ziel zu erreichen, ohne den anderen zu integrieren.
Nachdem Daniel beim Chor schon etwas verändert hat, kommt auch noch Torre, ein behinderter Junge dazu, der mitmachen will.
Von Gabriela wird Daniel später gefragt: „Wieso kamst du eigentlich hierher?“ Seine Antwort: „Ich hab seit meiner Jugend davon geträumt, dass ich eine Musik finde, die überall die Herzen öffnet und davon träume ich immer noch, so wie früher.“ – Daniel ist klar: Dazu gehört es, die Menschen so zu lieben, wie sie sind. Doch mit der Liebe zu einem einzelnen Menschen tut er sich zunächst schwer, weiß nicht, wie er damit umgehen soll.
Neben Daniel zeigt sich Lena als die Person mit dem meisten Mitgefühl. Sie wird in ihrem Tun oft unterschätzt. Viele sehen in ihr nicht den Menschen der sie wirklich ist. Das Pharisäertum von einigen ist offensichtlich. Als Lena wegen ihres Lebenswandels von Sif angegriffen wird, versucht Arne Lena zu verteidigen. Sif verlässt daraufhin den Raum. Wer aufmerksam hinsieht merkt, dass in dieser Situation das Kreuz von der Wand fällt. (Als Sif die Türe zuschlägt)
Das ist noch nicht alles: Der sehr konservative Stig macht nach einer anschließenden Tanzveranstaltung seiner Frau Inger Vorhaltungen. „Es gibt keine Sünde!“ kontert Inger darauf. Es entsteht eine kleine Auseinandersetzung darüber, ob es Sünde gibt. Stig und Inger sehen dies unterschiedlich. „Gott vergibt uns nicht, weil er uns erst gar nicht verdammt“, so Inger. Damit bringt sie Stig zunächst zur Weißglut.  Es scheint jedoch so, als ob es sich wieder gibt.

Daniel zeigt den Menschen gegenüber zu viel Liebe. Einige werden eifersüchtig. Dies ist dann ein Grund, warum Stig ihn als Kantor entlässt. Inger kann diese Entlassung nicht verstehen. „Du predigst über Jesus und weswegen er gekreuzigt wurde. Und jetzt wird Daniel von dir gekreuzigt.“ – Doch so einfach ist die Entlassung nicht: Alle Mitglieder des Kirchenchores treten daraufhin aus dem Chor aus. Aber: Sie gehen zu Daniel und proben weiter mit ihm.
Als es drauf ankommt, zeigt Daniel auch Stig gegenüber die Nächstenliebe, die er braucht.
Der Schluss ist in Österreich. – Der Chor hat sich zu einem Wettbewerb angemeldet, nimmt teil. Daniel kann nur noch hören, was der Chor singt. Der zweite Herzinfarkt. Er hat sein Leben für diese Menschen hingegeben.

Den Film hatte ich zusammen mit einer befreundeten Ordensschwester im Kino gesehen, als er lief. Sie erkannte sofort, dass ein wunderbarer Film zum Thema Berufung ist.

Und in einem Kommentar zu Ausschnitten zu dem Werk habe ich gelesen, dass  jemand diese bedingungslose Liebe, die hier gezeigt wird noch nie gesehen hat. – Eine Liebe, die auch Jesus Christus gelebt hat.

Während des Filmes singt Gabriella ein ganz tolles Lied. Sie wird von ihrem Mann geschlagen und während des Filmes verlässt sie ihn:


Das Ende des Filmes, jeder hat eben seinen eigenen Ton:

Sonntag, 22. Juli 2018

Beinahe ein Engel

Quelle: Fotolia


Terry ist Verbrecher –und zwar ein genialer und höchst intelligenter. Nun wird er aus dem Gefängnis entlassen. Kaum ist er draußen, begeht er den nächsten Bankraub. Bei der Vorbereitung zu einem weiteren, sieht er ein Kind, welches über die Straße läuft, obwohl ein Auto vorbeifährt.  Instinktiv wirft er sich dazwischen und rettet das Kind. Für eine Frau, die es sieht, ist er somit ein Heiliger, auch wenn er nun selbst ins Krankenhaus muss. – Während er schläft (oder im Koma liegt?)bekommt er mit, wie eine Krankenschwester mit dem Arzt über jemanden sprechen, der tot ist, gleichzeitig einige Sätze aus einer Folge der Serie „Ein Engel auf Erden“.
 Die nächste Szene ist im Himmel. Terry wird von Gott zurück auf die Erde gesendet. „Ihr Instinkt hat Ihnen eine zweite Chance eingebracht – auf Bewährung, Mr. Dean“, so Gott zu Terry.  „Sie werden ein barmherziger Engel werden.“ So landet Terry wieder auf der Erde.
Für Terry ist zunächst klar, dass es nur ein Traum war. Er geht seiner gewohnten Arbeit nach, die jedoch nicht so funktioniert, wie er will. Zudem treffen ihn scheinbar ein paar Kugeln aus einer Pistole. Für Terry steht fest: „Ich bin ein Engel.“  Trotzdem will er dies noch auf seine Art und Weise bestätigt haben. Außerdem spricht er noch mit einem Priester, denn so ganz versteht er nicht, was die Bibel ihm sagen will. Es lohnt sich, diesem Gespräch zu folgen, vor allem mit dem Hintergrund, dass Terry ein Gauner ist.
Terry liest weiterhin die Bibel durch. Er will wissen, was sein konkreter Auftrag ist  und versucht diese eben auch auf seine Art und Weise umzusetzen.
Als Terry dann auch noch ein Auto mit der Aufschrift „Moses“ sieht, denkt er daran, was der Priester zu ihm gesagt hat. Er schlägt in der Bibel nach und zieht die Konsequenzen.
Schließlich landet Terry in einer Ortschaft, in der er zunächst in eine Kneipe geht. Hier trifft er auf Steve, der im Rollstuhl sitzt. Terry ist der einzige, der in Steve einen Menschen sieht. Sie freunden sich an Steve nimmt Terry mit nach Hause. Und Terry kann einem Freizeit-Center für Kinder helfen, welches von  der Familie geleitet wird.-  Aber eben mit seinen Mitteln. Gleichzeitig bewahrt er die Jugendlichen davor, vor dem Freizeit-Center mit Drogen in Kontakt zu kommen.
Wegen eines Banküberfalls wird Terry noch gesucht. Die Polizei kommt bis in den Ort, wo er sich aufhält. Steve bekommt es mit und will Terry warnen. Dabei verletzt er sich lebensgefährlich.
Terry ist bereit, sich der Polizei zu stellen. Zuvor verspricht er noch Rose, der Schwester von Steve, dass er wiederkommen wird. Und er sagt ihr deutlich: „Ich bin ein Engel - naja, beinahe.“ Ist er nun fast ein Engel? Oder ein Engel? Oder weiterhin ein Gauner? Der Schluss zeigt es.

Zwar gibt es einige Schlägereien im Film, aber gleichzeitig ist er sehr humorvoll.






Sonntag, 15. Juli 2018

Superbuch - Völlig verplant


Die Geschichte des alttestamentlichen Josef – die Erwachsenen kennen diese bestimmt, für Kinder ist sie vielleicht neu. So wie der Film gemacht ist, können bestimmt auch noch Eltern ein Aha-Erlebnis haben.

Noch vor dem Vorspann sieht man Josef – einer der beiden Lieblingssöhne seines Vaters – im neuen Gewand zu den Brüdern zu eilen. Diese sind neidisch und hecken einen Plan aus.
Hier gleich die Anmerkung für die Eltern: Es ist deutlich zu sehen, was es mit Geschwistern machen kann, wenn einer der Kinder der Liebling ist. Daher aufpassen! Alle sollten gleich geliebt werden.

Dann geht es richtig los: Chris will zu einem  - für ihn – wichtigem Fußballspiel. Er macht alles, damit er pünktlich hinkommt, keine Zeit vergeudet, hat einen Plan. Doch es kommt anders als er denkt. Da kommt Superbuch um die drei Freunde zu einem Mann zu bringen, der Gottes Plänen vertraut hat, egal welche Schwierigkeiten es gibt. Dieser Mann ist Josef. Er ist im Gefängnis und erzählt den Chris,  Joy und Grizmo  von seinem Leben.
Und schon wieder ist Chris voller Pläne,  immer um Josef zu helfen. Doch Josef ist klar warum er im Gefängnis ist: „ Für jeden  hat Gott einen Plan…Es dient dazu, Gott zu dienen.“
Zwei Träume des Pharaos werden sind in dem Film im Vordergrund – und was Josef daraus macht. Weiterhin steckt Chris in dieser Lage voller Pläne, die Josef erfüllen soll. Doch der hält sich an Gott.  – Und seine Brüder prüft er zunächst, will dessen Haltung wissen.
Die Brüder haben sich geändert. Josef sagt ihnen aber deutlich: „ Ihr hattet vor, mir zu schaden!“ Er fügt jedoch hinzu: „Aber Gott hat daraus etwas Gutes gemacht.“
Chris versteht, dass alles, was passiert ist, besser war als all die Pläne, die er vorhatte. Nun können die Freunde wieder zurückkehren, sie haben gelernt.
Im Film geht nochmal zurück in das alte Ägypten. „Vertraue Gott, in allem was du tust, dann wird ER dir den richtigen Weg zeigen“, so lautet ein wichtiger Satz, der zum Schluss gesagt wird.

In einer alten Classic-Folge, die auch zu sehen ist, wird ebenfalls die Geschichte von Josef erzählt. Seine Brüder sind zum zweiten Mal in Ägypten und berichten einem Händler, warum sie da sind, auch, dass sie schon mal da waren. Der Händler meint anschließend zu ihnen: „…Außerdem habt ihr gar nichts zu befürchten, so lange ihr Gott vertraut.
Einen weiteren Rückblick erzählt Josef den drei Freunden.  Als Benjamin Ärger wegen der gestohlenen Silberschale bekommt, ist jeder der Brüder bereit, sich für ihn gefangen lassen zu nehmen. Und sie beten zu Gott, für all ihre vergangenen Sünden, besonders aber, weil sie Josef verkauft haben.

Josef kommt hier noch als Kind an den Hof des Pharaos und deutet dessen Träume. Dies mag sehr befremdlich wirken, für Kinder ist es jedoch gut. Es kommt für sie die Botschaft an: Auch als Kind kann ich für Gott etwas wirken; Josef war ja auch noch ein Kind.


Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren.

Für 9.95 € ist dieser hier  zu bekommen


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien und dem Hänssler-Verlag


Sonntag, 8. Juli 2018

Ein Mann seines Wortes






v   Bewahrung der Schöpfung und Umgang mit der Umwelt
v   Umgang mit sogenannten „Fremden“ /Ausländern
v  Umgang mit anderen Religionen
v  Einsatz für den Frieden

Dies sind nur einige der Themen, um die es in diesen Film geht. Ein Film, der jeden etwas angeht und zu sagen hat, egal ob Katholik oder nicht; egal ob Christ oder andersgläubig, egal ob gläubig oder  ungläubig.
 Es geht in diesem Film um Aussagen von Papst Franziskus. Und er hat der ganzen Welt etwas zu sagen. Es sind sowohl politische, als auch geistliche Aussagen, die vorkommen.
So traut er sich davon zu sprechen, dass es taube  Priester gibt (im übertragenen Sinne), weil sie nicht zuhören. Das Unterbrechen von jemand, der redet, gilt als Taubheit für ihn.
Oder er spricht von „geistlicher Alzheimer“

Es gibt einfach mehrere Aussagen, über die es sich lohnt nachzudenken.

Übrigens beginnt der Film nicht mit Papst Franziskus, sondern mit Assisi und dem Heiligen Franz von Assisi, dessen Leben immer wieder mal eingeblendet wird. Der Papst denkt ähnlich wie der Heilige, der die Armut lebt. Papst Franziskus spricht davon, dass jeder etwas ärmer werden muss, damit jeder in der Welt besser leben kann.
Genauso wie Franziskus geht der Papst zu denjenigen, die ausgeschlossen sind.


Ich kann nur jeden raten, sich diesen Film anzusehen


Und noch etwas ist für Papst Franziskus klar: Dass wir Mahatma Gandhi oder Martin Luther King im Himmel sehen, selbst wenn diese nicht unserer Konfession, Gandhi nicht mal der gleichen Religion angehört.

Noch ein paar Links.
Hier zunächst die offizielle Seite zu diesem Film.
Dann eine kurze Vorschau, die im ARD zu sehen war.
 Und schließlich ein Interview mit Wim Wenders, der diese Doku gemacht hat



Sonntag, 1. Juli 2018

Das Johannesevangelium




Ich dachte, dass ich die verschiedenen Evangelien kenne, doch ich musste ein paar Mal nachschlagen.
Das ganze Johannesevangelium wird gezeigt, inklusive der Abschiedsreden und dem anschließendem Gebet.
Selbst für diejenigen, die eine Bibel haben und täglich darin lesen, ist dies eine Bereicherung, denn manches kann man sich besser, eindrücklicher vorstellen. Mir selbst wurde bewusster, warum wohl einiges von Jesus sehr provokativ auf die Pharisäer gewirkt hat.

Es lohnt sich auch, dieses Evangelium abschnittsweise anzusehen. So zum Beispiel in der Karwoche die Passion. Oder den Teil des Evangeliums ansehen, den ich gerade gelesen habe, bzw, der im Gottesdienst verlesen wurde. Manches kommt dadurch nochmals ganz neu, viel bewusster an.

Es ist eigentlich auch fast schwer, den Film auf einmal zu sehen. Er dauert fast drei Stunden, eben, weil wirklich alles enthalten ist.
Sehr gut gelöst wurden die Szenen bei den Abschiedsreden: Es werden Rückblicke gezeigt.

Was ich auch gut finde: Der Hieb des Petrus mit dem Schwert, die Auspeitschung Jesu oder andere Gewaltszenen werden nicht gezeigt, wohl aber angedeutet, so können zum Teil schon jüngere diese Evangelium ansehen.

Für diejenigen, die doch die drei Stunden „am Stück“ durchhalten möchten: Der Film endet nicht abrupt, sondern zur ruhigen Musik werden zum Teil Rückblicke gezeigt.

Und wem es so ergeht wir mir, wer denkt: „Das kommt mir unbekannt vor, das steht doch nicht im Evangelium“, der sollte die Bibel parat halten.  – Ich habe da gemerkt, dass ich die Synoptiker viel mehr im Gedächtnis habe, die ein wenig anders sind.

Noch einen Tipp zum Schluss: Während meines Studiums sagte ein Dozent, wir sollen doch einfach mal in dem Jünger, der Jesus liebte uns selbst sehen. Einfach mal aufpassen, wie oft davon die Rede ist und was in dem Augenblick geschieht; sich auch fragen, was dies für mich bedeutet.

Ich war wirklich total beeindruckt, wie das Evangelium umgesetzt wurde.


Die DVD kann man für 15,00 € hier erwerben
Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren, meiner Meinung nach können es z. T. aber auch jüngere Kinder sehen.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gerth Medien.